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  • Figma Config 2026: Ein Ausblick auf die Zukunft des digitalen Designs

    Figma Config 2026: Ein Ausblick auf die Zukunft des digitalen Designs
    Config 2026 von Figma: Was können uns für Funktionen erwarten?

    Vom 23. bis 25. Juni 2026 findet in San Francisco wieder die Figma Config statt. Wer im Bereich Design, UX oder digitale Produkte arbeitet, wird Ende Juni vermutlich regelmäßig einen Blick nach San Francisco werfen. Denn mit der Figma Config 2026 steht wieder die wichtigste Konferenz rund um Figma an. Für viele Designer ist die Veranstaltung mittlerweile das, was die WWDC für Apple oder die Google I/O für Android-Entwickler ist: der Moment, in dem die Zukunft der Plattform sichtbar wird.

    Dabei geht es längst nicht mehr nur um neue Design-Tools. Figma hat sich in den vergangenen Jahren von einem reinen Interface-Werkzeug zu einer umfassenden Plattform für Produktentwicklung entwickelt. Entsprechend spannend wird die Frage sein, welche Richtung das Unternehmen 2026 einschlagen möchte.

    Was ist die Figma Config überhaupt?

    Die Config ist die jährliche Entwickler- und Designkonferenz von Figma. Hier präsentiert das Unternehmen neue Produkte, Erweiterungen und strategische Entwicklungen. Gleichzeitig kommen Designer, Entwickler, Produktteams und Kreative aus der ganzen Welt zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Arbeitsweisen zu diskutieren.

    Viele der größten Neuerungen der letzten Jahre wurden erstmals auf der Config vorgestellt. Dazu gehören unter anderem Figma Slides, Figma Sites, Figma Make, neue KI-Funktionen oder Verbesserungen für Entwickler und Design-Systeme.

    Dadurch hat sich die Veranstaltung zu einem wichtigen Gradmesser für die gesamte Designbranche entwickelt.

    Warum die Config 2026 besonders spannend werden könnte

    Die vergangenen zwei Jahre waren für Figma außergewöhnlich. Während viele Unternehmen noch überlegen, wie künstliche Intelligenz sinnvoll in bestehende Prozesse integriert werden kann, hat Figma bereits mehrere Werkzeuge veröffentlicht, die KI direkt in den Designprozess einbinden.

    Gleichzeitig erweitert das Unternehmen seinen Funktionsumfang stetig. Statt sich ausschließlich auf Design zu konzentrieren, deckt Figma inzwischen immer mehr Bereiche entlang der gesamten Produktentwicklung ab – von ersten Ideen über Prototypen bis hin zur Übergabe an Entwickler oder sogar zur Veröffentlichung von Websites.

    Genau deshalb dürfte die Config 2026 weniger von einzelnen Features geprägt sein als von einer übergeordneten Frage: Wie entwickelt sich Figma als Plattform weiter?

    KI dürfte erneut eine zentrale Rolle bei der Config 2026 spielen

    Wer sich die Ankündigungen und Veröffentlichungen der vergangenen Monate anschaut, erkennt schnell ein Muster. Fast alle größeren Neuerungen verfolgen das Ziel, wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren und Teams schneller zu Ergebnissen zu bringen.

    Bereits mit Figma Make hat das Unternehmen gezeigt, dass aus einfachen Beschreibungen funktionierende Prototypen entstehen können. Gleichzeitig investiert Figma zunehmend in intelligente Hilfestellungen innerhalb bestehender Workflows.

    Deshalb rechnen viele Beobachter damit, dass die Config 2026 weitere Schritte in diese Richtung zeigen wird.

    Darauf deuten mehrere Entwicklungen hin:

    • KI wird mittlerweile in nahezu allen Bereichen der Plattform eingesetzt.
    • Die Zahl der KI-gestützten Funktionen wächst kontinuierlich.
    • Figma spricht selbst zunehmend über produktivere Arbeitsabläufe statt über einzelne Werkzeuge.
    • Viele Vorträge der Config beschäftigen sich mit dem Zusammenspiel von Kreativität und künstlicher Intelligenz.

    Die entscheidende Frage wird dabei vermutlich nicht sein, ob KI neue Aufgaben übernimmt, sondern welche Aufgaben bewusst weiterhin beim Menschen bleiben sollen.

    Config 2026: Die letzten neuen Funktionen wurden bereits zur letzten Figma Config präsentiert.

    Design und Entwicklung wachsen zusammen

    Einer der spannendsten Trends bei Figma ist die immer engere Verbindung zwischen Design und Entwicklung. Was früher mit einer Designübergabe endete, entwickelt sich zunehmend zu einem gemeinsamen Workflow.

    Mit Funktionen wie Dev Mode, Variablen und einer besseren Code-Dokumentation arbeitet Figma seit Jahren daran, die Lücke zwischen Designern und Entwicklern zu schließen. Genau deshalb dürfte dieser Bereich auch auf der Config 2026 besonders aufmerksam verfolgt werden. Viele sehen darin einen der wichtigsten Entwicklungsschritte für die Zukunft digitaler Produktentwicklung.

    Warum die Config weit über Figma hinaus relevant ist

    Interessant an der Config ist nicht nur, welche Funktionen vorgestellt werden. Oft lassen sich aus den Präsentationen auch größere Entwicklungen innerhalb der Branche ablesen.

    Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Themen wie:

    • künstliche Intelligenz
    • Automatisierung
    • kollaboratives Arbeiten
    • Design-Systeme
    • Design-to-Code

    nicht mehr isoliert betrachtet werden können.

    Stattdessen verschmelzen diese Bereiche zunehmend miteinander. Genau diese Entwicklung spiegelt sich meist sehr deutlich in den Ankündigungen der Figma Config wider.

    Deshalb verfolgen mittlerweile nicht nur Figma-Nutzer die Veranstaltung, sondern auch Agenturen, Produktteams, Entwickler und Unternehmen, die verstehen möchten, wohin sich digitale Produktentwicklung bewegt.

    Was die Config 2026 besonders interessant macht:

    Anders als früher steht Figma heute an einem Punkt, an dem viele Richtungen möglich sind. Das Unternehmen ist längst mehr als ein Design-Tool und positioniert sich zunehmend als zentrale Plattform für digitale Produkte.

    Die Config 2026 wird deshalb vermutlich weniger durch einzelne Funktionen in Erinnerung bleiben als durch die Antwort auf eine größere Frage:

    Wie sieht die Zukunft der Produktentwicklung aus, wenn Design, Entwicklung und künstliche Intelligenz immer enger zusammenarbeiten?

    -> Wir bei Hasegold helfen euch dabei, eine Marke mit Seele und Stimme zu entwickeln – von der Markenstrategie bis zur Logo. Kontaktieren Sie uns gerne.

    Alina

    Juni 17, 2026
    Design Spotlight
  • Was das GTA 6 Logo über das Spiel verrät

    Was das GTA 6 Logo über das Spiel verrät

    Wir freuen uns selbst schon ziemlich auf GTA 6. Während Fans aktuell jeden Trailer und Screenshot analysieren, lohnt sich auch ein Blick auf das neue GTA 6 Logo.

    GTA 6 Logo als Bild
    Logo/Bild: © Rockstar Games, Take-Two Interactive Software, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

    Tatsächlich verrät es bereits erstaunlich viel über die Atmosphäre und die Welt, die Rockstar mit dem nächsten Teil erschaffen möchte.

    Als Rockstar Games Ende 2023 den ersten Trailer zu GTA 6 veröffentlichte, sprachen viele über die Grafik, die Charaktere oder die Rückkehr nach Vice City. Gleichzeitig sorgte aber auch etwas anderes für Aufmerksamkeit: das neue GTA 6 Logo.

    Denn obwohl das Logo nur wenige Sekunden zu sehen war, löste es sofort Diskussionen in der Design- und Gaming-Welt aus. Für viele Fans war es weit mehr als nur ein Schriftzug. Es war ein erstes Versprechen dafür, wie sich die Welt von GTA 6 anfühlen wird.

    Ein Logo mit fast 30 Jahren Geschichte

    Heute gehört das GTA-Logo zu den bekanntesten Logos der Videospielbranche. Das war jedoch nicht immer so.

    Als das erste Grand Theft Auto 1997 erschien, sah das Erscheinungsbild noch völlig anders aus. Das Logo wirkte verspielt, chaotisch und erinnerte eher an einen Actionfilm der 90er-Jahre als an eines der erfolgreichsten Videospiele aller Zeiten. Auch GTA 2 experimentierte noch mit verschiedenen Schriftlösungen, bevor Rockstar schließlich die Designrichtung fand, die die Marke bis heute prägt.

    GTA 1 Logo, GTA 2 Logo, GTA 3 Logo
    Logo/Bild: © Rockstar Games, Take-Two Interactive Software, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

    Der entscheidende Wendepunkt kam mit GTA III.

    Die Schrift, die GTA unverwechselbar machte

    Mit GTA III führte Rockstar erstmals die Schrift Pricedown Black ein. Seitdem ist sie untrennbar mit der Serie verbunden.

    Die auffällige Typografie wurde ursprünglich vom kanadischen Schriftgestalter Ray Larabie entwickelt und basiert auf dem Logo der US-Spielshow „The Price Is Right“. Was zunächst ungewöhnlich klingt, erwies sich als perfekter Treffer. Die Schrift ist breit, markant und sofort erkennbar. Gleichzeitig funktioniert sie sowohl auf Spielverpackungen als auch auf riesigen Werbeflächen.

    Bis heute bildet sie das Fundament nahezu jedes GTA-Logos.

    Warum das GTA 6 Logo sofort an Vice City erinnert

    Wer das neue GTA 6 Logo betrachtet, erkennt schnell die Verbindung zu einem der beliebtesten Teile der Serie: GTA Vice City.

    GTA 6 Logo im Vergleich zum GTA Vice City Logo
    Logo/Bild: © Rockstar Games, Take-Two Interactive Software, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

    Das große „VI“ wird von einem kräftigen Farbverlauf geprägt, der von Blau über Lila bis hin zu Pink und Orange reicht. Dazu kommen stilisierte Palmensilhouetten innerhalb der römischen Ziffern.

    Diese Gestaltung erinnert bewusst an die Ästhetik von Miami, Sonnenuntergänge am Ocean Drive und die ikonische Neon-Welt von Vice City. Während das Logo von GTA Vice City diese Stimmung Anfang der 2000er Jahre noch vergleichsweise dezent transportierte, setzt GTA 6 deutlich stärker auf Farben, Kontraste und Atmosphäre.

    Schon das Logo macht deutlich, dass Rockstar die Atmosphäre von Vice City stärker in den Mittelpunkt rückt als je zuvor.

    Das ist kein Zufall. Rockstar nutzt das Erscheinungsbild bewusst, um bereits vor dem Release Erwartungen zu erzeugen. Noch bevor Spieler die ersten Bilder der Spielwelt sehen, vermittelt das Logo bereits Sonne, Hitze, Luxus, Nostalgie und Chaos – alles Elemente, die eng mit Vice City verbunden sind.

    Warum Rockstar auf römische Zahlen setzt

    Ein Detail begleitet die Reihe bereits seit GTA III: die römischen Ziffern.

    Zeitstrahl der römischen Ziffern der GTA Logos seit GTA 3 bis GTA 6
    Logo/Bild: © Rockstar Games, Take-Two Interactive Software, Inc. Alle Rechte vorbehalten.

    Statt einer klassischen „6“ verwendet Rockstar erneut ein großes „VI“. Das verleiht dem Logo einen hochwertigeren und fast schon zeitlosen Charakter.

    Gleichzeitig entsteht eine interessante Spannung zwischen der modernen Neon-Optik des Farbverlaufs und der klassischen Anmutung der römischen Zahlen. Genau dieses Zusammenspiel macht das neue Design so auffällig.

    Während viele Spieleserien ihre Logos mit jeder Generation komplett neu erfinden, setzt Rockstar bewusst auf Wiedererkennbarkeit. Das „VI“ wirkt dadurch nicht nur wie eine Versionsnummer, sondern wie ein fester Bestandteil der Markenidentität.

    Eine neue Schrift nur für GTA 6

    Während der bekannte „grand theft auto“-Schriftzug weiterhin auf Pricedown basiert, nutzt Rockstar für das große „VI“ und weitere Marketingmaterialien eine eigens entwickelte Schrift.

    Fans entdeckten diese Schrift über die Dateien der offiziellen GTA-6-Website. Intern trägt sie den Namen GTAArtDeco und wurde speziell für das Spiel entwickelt. Sie orientiert sich an der Art-Déco-Architektur von Miami Beach und greift damit erneut das Vice-City-Thema auf.

    Selbst die Typografie wurde gezielt entwickelt, um die Architektur und den Charakter von Vice City widerzuspiegeln.

    Besonders spannend ist dabei, wie Rockstar verschiedene Designwelten kombiniert:

    • die vertraute GTA-Typografie
    • moderne Farbverläufe
    • Art-Déco-Einflüsse aus Miami
    • die ikonischen römischen Ziffern

    Dadurch wirkt das Logo gleichzeitig vertraut und neu.

    Warum das GTA 6 Logo so gut funktioniert

    Gute Logos erzählen Geschichten, bevor überhaupt ein Produkt erscheint.

    Genau das schafft Rockstar mit GTA 6. Das Design vermittelt bereits auf den ersten Blick Sonne, Großstadt, Luxus, Chaos und Nostalgie. Es greift die Geschichte der Marke auf, ohne einfach nur alte Elemente zu kopieren.

    Das GTA 6 Logo funktioniert deshalb nicht nur als Wiedererkennungsmerkmal, sondern als emotionaler Einstieg in die Welt des Spiels.

    Selbst Menschen, die keine Videospiele spielen, diskutierten nach der Trailer-Veröffentlichung über Farben, Typografie und Gestaltung.

    Mehr als nur ein Logo

    Das neue GTA 6 Logo zeigt eindrucksvoll, wie stark Marken heute über Emotionen funktionieren.

    Rockstar verkauft nicht einfach nur ein Spiel. Das Unternehmen verkauft eine Welt, eine Stimmung und ein Lebensgefühl. Das Logo übernimmt dabei eine zentrale Rolle.

    Mit dem GTA 6 Logo verbindet Rockstar fast 30 Jahre Markengeschichte mit einer neuen Generation von Spielern. Die Mischung aus vertrauter Typografie, moderner Farbwelt und klaren Vice-City-Anspielungen macht das Design zu einem der meistdiskutierten Gaming-Logos der vergangenen Jahre.

    Noch bevor Spieler die ersten Missionen erleben, verrät das Logo bereits erstaunlich viel über die Stimmung, den Schauplatz und die Richtung, die GTA 6 einschlagen wird.

    Alle verwendeten Logos, Markennamen und Bildmaterialien zu Grand Theft Auto VI sind Eigentum von Rockstar Games und Take-Two Interactive Software, Inc. Die Verwendung erfolgt ausschließlich zu redaktionellen Zwecken.

    -> Wir bei Hasegold helfen euch dabei, eine Marke mit Seele und Stimme zu entwickeln – von der Markenstrategie bis zur Logo. Kontaktieren Sie uns gerne.

    Mathis

    Juni 5, 2026
    Design Spotlight
  • Warum Christopher Nolan immer wieder dieselbe Schrift verwendet

    Warum Christopher Nolan immer wieder dieselbe Schrift verwendet

    Wer sich die Filmposter von Inception, Interstellar, Oppenheimer oder dem kommenden The Odyssey genauer anschaut, wird eine Gemeinsamkeit entdecken: die Typografie.

    Denn obwohl sich die Filme thematisch stark unterscheiden, setzt Christopher Nolan seit Jahren immer wieder auf dieselbe Schrift. Genauer gesagt auf Gotham Bold, eine der bekanntesten serifenlosen Schriften der Welt.

    Christopher Nolans Logo für Oppenheimer und The Odyssey im Vergleich
    © Universal Pictures / Lindeman & Associates

    Doch warum ausgerechnet Gotham? Und wie wurde eine Schriftart aus New York zur typografischen Signatur eines der erfolgreichsten Regisseure unserer Zeit?

    Was ist „Gotham Bold“ überhaupt?

    Gotham wurde Anfang der 2000er Jahre vom Schriftdesigner Tobias Frere-Jones entwickelt. Die Inspiration fand er nicht in Designbüchern oder Kunstgalerien, sondern direkt auf den Straßen New Yorks.

    Alte Gebäudebeschriftungen, Straßenschilder und Inschriften aus den 1930er- und 1940er-Jahren dienten als Vorlage. Das Ziel war eine Schrift, die sich nicht wie Design anfühlt, sondern wie etwas, das schon immer da war.

    Das Ergebnis war eine Typografie, die gleichzeitig modern, vertraut, sachlich und kraftvoll wirkt. Genau diese Mischung machte Gotham innerhalb weniger Jahre zu einer der bekanntesten Schriften weltweit.

    Die Gotham Bold im Fokus

    Die Schrift, die Barack Obama berühmt machte

    Spätestens 2008 wurde Gotham international bekannt.

    Die Schrift wurde zur zentralen Typografie der Präsidentschaftskampagne von Barack Obama und erschien auf dem berühmten „Hope“-Poster von Shepard Fairey. Plötzlich war Gotham überall: auf Wahlplakaten, Gebäuden, Kampagnen und später sogar am Freedom Tower in New York.

    Der Grund für diesen Erfolg liegt in ihrer besonderen Wirkung.

    Gotham wirkt gleichzeitig institutionell und menschlich. Sie vermittelt Autorität, ohne einschüchternd zu wirken. Sie erscheint modern, ohne modisch zu sein. Genau deshalb wird sie bis heute von Unternehmen, Universitäten, Medienhäusern und Regisseuren eingesetzt.

    Warum Gotham perfekt zu Christopher Nolan passt

    Christopher Nolans Filme beschäftigen sich selten mit alltäglichen Geschichten. Stattdessen drehen sie sich um Themen wie Zeit, Erinnerung, Wissenschaft, Krieg oder Mythologie.

    Diese Stoffe benötigen eine visuelle Sprache, die Gewicht besitzt, ohne selbst zum Mittelpunkt zu werden.

    Genau hier kommt Gotham ins Spiel.

    In der Typografie spricht man manchmal von einer sogenannten „Blank Slate“. Gemeint ist eine Schrift, die genügend Charakter besitzt, um ernst genommen zu werden, aber gleichzeitig neutral genug bleibt, um die eigentliche Botschaft nicht zu überlagern.

    Gotham Bold erfüllt genau diese Aufgabe.

    Sie wirkt groß, klar und selbstbewusst. Gleichzeitig drängt sie sich nie in den Vordergrund. Dadurch entsteht eine Typografie, die perfekt zu Nolans oftmals monumentalen Filmthemen passt.

    Die Verbindung zu Oppenheimer ist besonders spannend

    Bei vielen Nolan-Filmen fällt die Schriftwahl zunächst kaum auf. Bei Oppenheimer ergibt sie jedoch eine zusätzliche Ebene.

    Die Inspirationsquellen für Gotham stammen größtenteils aus den 1930er- und 1940er-Jahren – genau jener Zeit, in der auch Oppenheimer spielt. Die Schrift transportiert deshalb unbewusst eine Ästhetik, die hervorragend zur Welt des Films passt.

    Man könnte sagen:

    Gotham sieht nicht nur passend aus – sie stammt gestalterisch aus derselben Zeit, die Oppenheimer erzählt.

    Das macht die Wahl der Typografie besonders interessant.

    War Gotham schon immer Nolans Lieblingsschrift?

    Tatsächlich nicht.

    Ein Blick auf seine frühere Filmografie zeigt, dass Nolan lange Zeit deutlich experimentierfreudiger war.

    • Memento nutzte Palatino
    • Insomnia setzte auf Copperplate
    • Batman Begins verwendete Univers
    • The Prestige arbeitete mit Akzidenz Grotesk

    Erst mit Inception begann Gotham eine deutlich größere Rolle einzunehmen. Seitdem taucht die Schrift immer wieder bei seinen größten Produktionen auf.

    Deshalb könnte man sagen: Gotham ist nicht Nolans einzige Schrift – aber sie ist die Typografie seiner Blockbuster-Ära.

    Typografie als Markenstrategie

    Spannend wird das Thema vor allem dann, wenn man Typografie als Teil einer Marke betrachtet.

    Viele Regisseure entwickeln über die Jahre eine wiedererkennbare visuelle Handschrift. Wes Anderson wird beispielsweise oft mit Futura in Verbindung gebracht. Bei Christopher Nolan hat sich Gotham mittlerweile zu einem ähnlichen Erkennungsmerkmal entwickelt.

    Selbst wenn Zuschauer die Schrift nicht bewusst wahrnehmen, entsteht ein unterbewusstes Signal.

    Man sieht ein Poster mit Gotham Bold und verbindet es automatisch mit Filmen wie Inception, Interstellar oder Oppenheimer. Dadurch entsteht eine visuelle Kontinuität, die das Branding eines Regisseurs stärkt.

    Auch bei The Odyssey bleibt Nolan seiner Linie treu

    The Odyssey Plakate/Poster
    © Universal Pictures / Lindeman & Associates

    Besonders spannend ist der Blick auf den kommenden Film The Odyssey. Obwohl der Stoff auf Homers über 2.700 Jahre altem Epos basiert und damit weit von den modernen Themen eines Oppenheimer oder Interstellar entfernt ist, setzt Nolan erneut auf Gotham Bold.

    Auch das erste veröffentlichte Logo nutzt die markante Typografie. Das zeigt, dass Gotham für Nolan längst mehr ist als eine Schriftart. Sie entwickelt sich zunehmend zu einem festen Bestandteil seiner visuellen Identität.

    Während sich Schauplätze, Epochen und Geschichten verändern, sorgt die Typografie für eine überraschende Konstanz. Egal ob Weltall, Zweiter Weltkrieg oder antike Mythologie – Gotham Bold scheint für Nolan die visuelle Sprache zu sein, die all diese Welten miteinander verbindet.

    Warum Gotham wahrscheinlich bleiben wird

    Die Antwort ist letztlich erstaunlich einfach. Regisseure arbeiten häufig mit denselben Kameraleuten, Komponisten oder Cuttern zusammen, weil Vertrauen und Verlässlichkeit kreative Freiheit schaffen.

    Dasselbe gilt für Typografie. Gotham Bold funktioniert. Die Schrift ist lesbar, zeitlos und transportiert genau die Ernsthaftigkeit, die Nolan für seine Filme sucht. Warum also etwas ändern?

    Vielleicht ist Gotham für Christopher Nolan genau das, was die IMAX-Kamera für seine Bildsprache geworden ist: ein Werkzeug, das zuverlässig funktioniert und dadurch Teil seiner kreativen Identität geworden ist.

    Mehr als nur eine Schrift

    Die Geschichte von Gotham und Christopher Nolan zeigt eindrucksvoll, wie stark Typografie die Wahrnehmung eines Films beeinflussen kann.

    Die meisten Zuschauer werden beim Blick auf ein Filmposter vermutlich nicht bewusst erkennen, welche Schrift verwendet wurde. Trotzdem vermittelt Gotham genau das, was Nolan erzählen möchte: Größe, Bedeutung und Ernsthaftigkeit.

    Und vielleicht ist genau das die größte Stärke guter Typografie: Sie fällt nicht auf – und prägt trotzdem alles.

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    Mathis

    Juni 3, 2026
    Design Spotlight
  • Was das WM 2026 Logo eigentlich zeigt

    Was das WM 2026 Logo eigentlich zeigt

    Da sich aktuell viele (auch hier in der Agentur 😉 ) auf die nächste WM freuen, schauen wir uns das Ganze mal aus einer anderen Perspektive an: Wie sieht eigentlich das Design hinter der WM 2026 aus – und warum wirkt es so anders als früher?

    Denn das Logo und das Corporate Design der Weltmeisterschaft 2026 haben für ziemlich viel Diskussion gesorgt. Und das nicht ohne Grund.

    Was das WM 2026 Logo eigentlich zeigt

    wm 2026 Logo als Bild
    © FIFA, alle Rechte vorbehalten

    Das Logo der WM 2026 ist auf den ersten Blick extrem simpel. Es besteht aus drei zentralen Elementen:

    • der realistischen WM-Trophäe
    • der großen, blockhaften „26“
    • und dem Schriftzug „FIFA World Cup 26“

    Das Besondere: Zum ersten Mal in der Geschichte wird die echte Trophäe als Foto ins Logo integriert – nicht als Illustration oder abstrahiertes Symbol.

    Die „26“ ist dabei sehr reduziert gestaltet, meist in Weiß oder neutralen Farben, und bildet eine Art Hintergrundblock für die Trophäe. Typografisch bleibt alles bewusst schlicht und nah am bestehenden FIFA-Branding.

    Das Ergebnis wirkt fast wie ein Baukasten – und genau das ist auch gewollt.

    WM 2026 Logo als Bild in verschiedenen Varianten
    © FIFA, alle Rechte vorbehalten – https://www.fifa.com/

    Warum das Design so minimalistisch ist

    Im Vergleich zu früheren Weltmeisterschaften fällt sofort auf: Das Logo erzählt kaum noch eine Geschichte.

    Frühere Logos hatten oft starke kulturelle Bezüge zum Gastgeberland – Farben, Muster, Symbolik. 2026 geht einen anderen Weg. Der Ansatz ist deutlich strategischer: Das Logo ist nicht mehr nur ein Event-Signet, sondern Teil eines skalierbaren Markensystems.

    Die Idee dahinter: Ein festes Grundlogo, das über Jahre hinweg funktioniert – und flexibel erweitert werden kann. Die eigentliche „Identität“ entsteht nicht mehr im Logo selbst, sondern im gesamten Corporate Design drumherum.

    Das Corporate Design: flexibel statt festgelegt

    Das Corporate Design der WM 2026 basiert auf einem modularen System. Das Kernlogo bleibt gleich – alles andere ist variabel.

    Farben, Hintergründe, Bildwelten und Motion-Design sorgen für Dynamik. Besonders sichtbar wird das in der Kampagne „WE ARE 26“, bei der Menschen, Städte und Communities eigene Versionen der „26“ gestalten.

    Die Bildsprache ist dabei:

    • stark community-getrieben
    • sehr divers und international
    • oft urban und nah an echten Fans

    Das Design wird dadurch weniger „offiziell“ und stärker partizipativ gedacht.

    Host-City-Logos: ein System statt Einzelstücke

    Ein spannender Teil des Designs sind die Host-City-Logos. Insgesamt gibt es 16 Varianten – alle basieren auf dem gleichen Grundprinzip.

    WM 2026 Logo der Städte
    © FIFA, alle Rechte vorbehalten

    Die Struktur bleibt immer identisch: Trophäe + „26“

    Was sich verändert:

    • Farben der Zahlen
    • grafische Muster im Hintergrund
    • lokale visuelle Elemente

    Das sorgt für einen interessanten Spagat: Einerseits bleibt die Marke weltweit konsistent, andererseits bekommen einzelne Städte ihre eigene visuelle Identität.

    Im Branding nennt man das oft einen „Branded House“-Ansatz.

    Warum das Logo so viel Kritik bekommt

    Das Design wurde nicht nur gefeiert. Ein häufiger Kritikpunkt: Das Logo wirkt vielen zu generisch.

    Im Vergleich zu früheren Weltmeisterschaften fehlt:

    • kulturelle Tiefe
    • visuelle Eigenständigkeit
    • Bezug zu den Gastgeberländern (USA, Kanada, Mexiko)

    Gerade wenn man sich Logos wie 2010 (Südafrika), 2014 (Brasilien) oder 2018 (Russland) anschaut, fällt der Unterschied auf. Diese Logos waren deutlich emotionaler, verspielter und stärker mit ihrer Region verbunden.

    Das 2026 Logo hingegen wirkt eher wie ein globales Produkt – weniger wie ein einmaliges Event.

    Ein Blick zurück: Wie sich WM-Logos verändert haben

    Wenn man die Entwicklung der WM-Logos betrachtet, erkennt man einen klaren Trend.

    © FIFA, alle Rechte vorbehalten

    Früher waren sie relativ funktional. Dann wurden sie immer erzählerischer, kultureller und detailreicher. Besonders zwischen 2010 und 2022 lag der Fokus stark auf Storytelling und nationaler Identität.

    Mit 2026 passiert jetzt ein Bruch.

    Die FIFA bewegt sich weg von individuellen Event-Logos hin zu einer langfristigen Markenstrategie. Statt jedes Turnier neu zu gestalten, wird ein wiederkehrendes System aufgebaut.

    Das Logo wird dadurch weniger emotional – aber strategisch stärker.

    Was hinter dem neuen Ansatz steckt

    Der Gedanke ist relativ klar:
    Die Marke „FIFA World Cup“ soll unabhängiger von einzelnen Austragungen werden.

    Das Logo wird zum festen Bestandteil dieser Marke – ähnlich wie bei großen Unternehmen. Die Differenzierung passiert dann nicht mehr über das Logo selbst, sondern über:

    • Kampagnen
    • Bildwelten
    • Farben
    • digitale Anwendungen

    Das ist aus Branding-Sicht logisch – fühlt sich aber für viele Fans erstmal ungewohnt an.

    Was man daraus mitnehmen kann

    Das WM 2026 Design zeigt ziemlich gut, wohin sich Marken generell entwickeln.

    Weniger einmalige Designs, mehr Systeme.
    Weniger Emotion im Logo, mehr Flexibilität im Gesamtauftritt.

    Ob das besser ist oder nicht, ist am Ende Geschmackssache.
    Strategisch ist es auf jeden Fall ein klarer Schritt in Richtung skalierbares Branding.

    Wiedererkennbarkeit, Modularität und langfristige Markenführung

    Das Logo der WM 2026 ist kein klassisches Event-Logo mehr, sondern Teil eines größeren Systems. Es setzt auf Wiedererkennbarkeit, Modularität und langfristige Markenführung.

    Damit bricht die FIFA bewusst mit der bisherigen Design-Tradition – und geht einen Weg, den man sonst eher aus der Unternehmenswelt kennt.

    Ob das langfristig funktioniert, wird sich zeigen.
    Diskussionen hat das Design auf jeden Fall schon mal genug ausgelöst.

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    Mathis

    März 25, 2026
    Design Spotlight
  • Oscars 2026: Die geheime Macht der Fonts auf Filmplakaten

    Oscars 2026: Die geheime Macht der Fonts auf Filmplakaten

    Wenn im Dolby Theatre die goldenen Statuen der Oscars 2026 verliehen werden, blickt die Welt auf Stars und Drehbücher. Doch die Reise eines Oscar-Favoriten beginnt oft Monate zuvor – an der Plakatwand. In den diesjährigen Nominierungen zeigt sich eine visuelle Revolution: Die Typografie der Filmplakate ist mehr als ein Schriftzug – sie ist das erste Kapitel des Storytellings.

    Bugonia (Yorgos Lanthimos)

    Font: Churchward Roundsquare

    Für die Oscars 2026 nominiert: Bugonia (von Yorgos Lanthimos)

    Yorgos Lanthimos ist bekannt dafür, Sehgewohnheiten zu zertrümmern – und das Posterdesign zu Oscars 2026 nominierten „Bugonia“ (2026) macht da keine Ausnahme. Während viele Blockbuster auf glatte, digitale Perfektion setzen, wirkt die Typografie hier fast wie ein lebendiger Organismus. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer bewussten Abkehr vom Computer-Design.

    Der griechische Designer Vasilis Marmatakis, ein langjähriger Weggefährte von Lanthimos, hat für dieses Projekt tief in den Archiven gegraben. Er entschied sich für die Churchward Roundsquare, eine Schriftart, die ursprünglich vom neuseeländischen Schriftgestalter Joseph Churchward von Hand gezeichnet wurde.

    Das Besondere: Marmatakis nutzt die Schrift nicht einfach nur – er „zerstört“ sie im positiven Sinne.

    • Der analoge Prozess: Die Buchstaben wurden ausgedruckt, physisch manipuliert und teilweise mit Flüssigkeiten bearbeitet, um die Tinte kontrolliert verlaufen zu lassen.
    • Das Ergebnis -> Eine Optik, die gleichzeitig monumental und zerbrechlich wirkt. Die Buchstaben sehen aus, als würden sie wachsen oder langsam zerfallen – eine perfekte visuelle Metapher für die surrealen Themen des Films.

    The Secret Agent (Kleber Mendonça Filho)

    Font: ITC Souvenir

    Für die Oscars 2026 nominiert: The Secret Agent (von Kleber Mendonça Filho)

    Das offizielle Posterdesign von „The Secret Agent“ zeigt einen Mix aus Retro-Atmosphäre und nüchterner Klarheit – ein visueller Code, der dem historischen Kontext des Films entspricht (Brasilien unter Militärdiktatur, 1977). Die Anmutung erinnert an Zeitungsüberschriften oder Regierungsakten der 1970er Jahre und unterstützt damit den politischen Kontext des Thrillers. Durch starken Kontrast und eine zurückhaltende Farbwahl bleibt die Schrift sofort lesbar und visuell prägnant. Keine Effekte, keine Verspieltheit, sondern Kontrolle und Struktur.

    • Autorität und Ernsthaftigkeit: Serifenschriften transportieren traditionell Seriosität und institutionelle Strenge. Im Kontext des Posters verstärkt dies die politische Schwere der Geschichte und verweist subtil auf staatliche Strukturen, Macht und Kontrolle.
    • Struktur und Orientierung: Die klar definierten Serifen und stabilen Buchstabenformen geben dem Poster eine ruhige Ordnung. Während das Bild eine Atmosphäre von Spannung und Überwachung vermittelt, schafft die Typografie einen festen visuellen Rahmen und sorgt dafür, dass der Titel sofort greifbar bleibt.

    Frankenstein (Guillermo del Toro)

    Font: Custom Lettering von Künstler James Jean

    Für die Oscars 2026 nominiert: Frankenstein (von Guillermo del Toro)

    Während andere Kandidaten und Kandidatinnen bei den Oscars 2026 auf historische Genauigkeit oder surreale Verfremdung setzen, transformiert Guillermo del Toros „Frankenstein“ (2025) die Schrift in ein lebendiges Kunstwerk. Verantwortlich für diesen Look ist kein klassischer Grafikdesigner, sondern der bildende Künstler James Jean.

    James Jean hat den Schriftzug für das Posterdesign nicht am Computer gesetzt, sondern als festen Bestandteil seines Artworks handgemalt.

    • Die Ästhetik des Unheimlichen: Die Typografie greift die zentrale Philosophie des Films auf – das Zusammenfügen von Fragmenten zu einem neuen Ganzen. Die Lettern sind organisch, beinahe barock und verweigern sich jeder modernen, geradlinigen Struktur.
    • Verschmelzung von Form und Inhalt: Die Buchstaben wirken nicht wie über das Bild gelegt, sondern wie aus der Szenerie gewachsen. Die Linien erinnern an Sehnen, Muskelfasern oder florale Ranken.

    Marty Supreme (Josh Safdie)

    Font: Gill Cayo Condensed

    Für die Oscars 2026 nominiert: Marty Supreme (von Josh Safdie)

    Im Gegensatz zu den statischen Porträts vieler Biopics setzt das offizielle Posterdesign zu „Marty Supreme“ auf Bewegung. Timothée Chalamet ist in einer flüchtigen Dynamik zu sehen, und die Typografie muss mit dieser Energie mithalten. Die Schrift vermittelt so Kraft, Dominanz und Präsenz, ohne dekorativ zu wirken.

    • Wucht und Präsenz: Die Schrift greift die adrenalingeladene Energie des Films auf – massive, blockartige Serifenbuchstaben wirken wie ein Anker inmitten der Bewegung.
    • Die Klarheit im Chaos: Die Lettern sind geometrisch und klar strukturiert, kontrastreich weiß auf kühlen Blau- und Grautönen, und verleihen dem hektischen Bild eine visuelle Orientierung.

    Im zweiten Posterdesign für den in den Oscars 2026 nominierten Film „Marty Supreme“ hat man auf das vorherige Bild, das Energie und Dringlichkeit zeigte, verzichtet und richtet sich nur an Typographie.

    • Die Dominanz der Schrift: Das Plakat funktioniert fast ausschließlich über Typografie – der Titel „MARTY SUPREME“ trägt das gesamte visuelle Gewicht, als würde jede Linie, jeder Buchstabe die Erzählung tragen.
    • Die Kraft des Minimalismus: Ohne farbige Dramaturgie oder fotorealistische Szene beweist das Plakat, dass Schrift allein Atmosphäre schaffen kann – nüchtern, klar und eindringlich.
    Für die Oscars 2026 nominiert: Marty Supreme (von Josh Safdie)

    Hamnet (Chloé Zhao)

    Font: Cormorant Garamond

    Im Gegensatz zu vielen historischen Filmpostern, die auf opulente Typografie setzen, wirkt das Poster zu „Hamnet“, das für die Oscars 2026 nominiert wurde, deutlich zurückhaltender. Die Gestaltung stellt Atmosphäre und Emotionalität in den Vordergrund, und die Typografie ordnet sich diesem ruhigen, beinahe poetischen Ton unter. Statt laut zu sein, wirkt die Schrift bedacht und literarisch – passend zur historischen und tragischen Geschichte.

    • Eleganz und Zeitlosigkeit: Die Schrift ist eine klassische Serifenschrift mit feinen Kontrasten und ruhigen Proportionen. Die Serifen verleihen dem Titel eine literarische Qualität, die an historische Buchdrucke und Theatertexte erinnert – eine subtile Verbindung zur Welt Shakespeares.
    • Ruhe im Bild: Während das Bild eine melancholische Stimmung transportiert, sorgt die klare, leicht gesetzte Typografie für Balance. Die Serifentypografie wirkt zurückhaltend und strukturiert, wodurch sie dem Poster eine ruhige, fast intime Wirkung verleiht, statt mit dramatischer Wucht zu dominieren.

    Die Bedeutung der Typographien in Filmplakaten

    Wie die Posterdesigns zu Bogonia, The Secret Agent, Frankenstein, Marty Supreme und Hamnet zeigen, ist Typografie in Filmplakaten weit mehr als eine gestalterische Nebensache. Sie vermittelt Atmosphäre, unterstützt die Erzählung und lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters. Während historische Plakate oft mit opulenten Schriftzügen auftrumpfen, kann zurückhaltende Typografie genauso wirkungsvoll sein: Sie schafft Balance, unterstreicht Emotionen und verstärkt die narrative Wirkung eines Films.

    Serifen, Proportionen und Schriftwahl tragen subtil zur Tonalität und Stimmung bei. Ob dramatisch, melancholisch oder poetisch – die Typografie entscheidet maßgeblich darüber, wie ein Film wahrgenommen wird, noch bevor der erste Trailer gesehen wird.

    Für Filmemacher, Designer und Marketingprofis gilt deshalb: Die sorgfältige Auswahl und Gestaltung von Schrift ist ein essentielles Werkzeug. Typografie ist nicht bloß Dekoration – sie erzählt Geschichten, setzt Stimmungen und macht Filme unverwechselbar.

    -> Wir bei Hasegold helfen euch dabei, eine Marke mit Seele und Stimme zu entwickeln. Kontaktieren Sie uns gerne.

    Alina

    März 4, 2026
    Design Spotlight
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