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  • Human Centered Design: 6 wichtige Erfolgsfaktoren für Produkte

    Human Centered Design: 6 wichtige Erfolgsfaktoren für Produkte

    Warum scheitern manche Produkte, Websites oder Kampagnen, obwohl sie gut aussehen und technisch einwandfrei funktionieren? Oft liegt die Antwort darin, dass sie nicht konsequent für die Menschen entwickelt wurden, die sie nutzen sollen.


    Genau hier setzt Human Centered Design (HCD) an. Dieser Designansatz stellt den Menschen und seine Bedürfnisse konsequent in den Mittelpunkt des gesamten Gestaltungsprozesses. Statt Entscheidungen allein auf Basis von Annahmen, Designvorlieben oder Unternehmenszielen zu treffen, orientiert sich Human Centered Design an den tatsächlichen Verhaltensweisen und Problemen der Nutzer:innen.

    Human Centered Design Prozess

    Human Centered Design – Definition und internationaler Standard

    Definition: Human Centered Design ist „ein Ansatz zur Gestaltung interaktiver Systeme, der darauf abzielt, Systeme gebrauchstauglich und nützlich zu machen. Dies geschieht durch die konsequente Ausrichtung an den Nutzenden, ihren Bedürfnissen und Anforderungen sowie durch die Anwendung von Erkenntnissen und Methoden aus den Bereichen Human Factors (Mensch-Maschine-Interaktion), Ergonomie und Usability. Der Ansatz erhöht die Effektivität und Effizienz von Systemen, verbessert das menschliche Wohlbefinden, die Nutzerzufriedenheit, die Barrierefreiheit und die Nachhaltigkeit. Gleichzeitig trägt er dazu bei, mögliche negative Auswirkungen der Nutzung auf Gesundheit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Menschen zu vermeiden.“ (DIN EN ISO 9241-210)

    Human Centered Design klingt zunächst nach einem sympathischen Buzzword aus der Kreativbranche. Tatsächlich steckt dahinter jedoch ein klar definierter und genormter Ansatz. Im Kern geht es darum, Produkte, seien es Services, Websites, Maschinen oder Kampagnen, nicht aus Unternehmenssicht zu entwickeln, sondern konsequent aus der Perspektive der Menschen, die sie später nutzen.

    Das heißt also, man versetzt sich einfach in die Perspektive der Nutzer:innen, richtig? Nicht ganz. Der Grundbaustein des Human Centered Design liegt darin, wirklich die Nutzer:innen samt Nutzungskontext und Nutzungsverhalten zu verstehen. Damit schließt man ihre Wünsche und Probleme ein. Sie sind hier die Expert:innen. Das liegt daran, dass sie das jeweilige Produkt über einen längeren Zeitraum nutzen und sich sehr gut mit den Eigenheiten und Problemen der Nutzungssituation auskennen. Genau aus diesem Grund werden Nutzer:innen sogar oftmals in den Designprozess eingebunden.

    Der Begriff „Human Centered Design“ (HCD) wird heute vor allem mit dem Kognitionswissenschaftler, Autor und UX-Pionier Donald Norman verbunden, der Ende der 80er Jahre den Ansatz maßgeblich geprägt und popularisiert hat. Die Wurzeln des Konzepts reichen jedoch weiter zurück. Bereits in den 1950er- und 1960er Jahren entstanden beispielsweise in Ingenieurwesen, Ergonomie, aber auch in der Psychologie Ideen, die den Menschen in den Mittelpunkt der Gestaltung stellten.

    Human Centered Design Prozess – Die Kernprinzipien nach der Internationalen Organisation für Normung (ISO 9241-210:2019)

    Human Centered Design ist kein starres Regelwerk, sondern ein strukturierter und gleichzeitig iterativer Prozess. Die internationale Norm ISO 9241-210 beschreibt zentrale Prinzipien und Aktivitäten, die dabei helfen, Produkte, Services und Systeme konsequent an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten. In der Praxis lässt sich der Human-Centered-Design-Prozess in fünf aufeinander aufbauende Phasen unterteilen: Von der Analyse der Nutzerbedürfnisse bis zur kontinuierlichen Optimierung der entwickelten Lösung.

    1 ) Den Prozess planen: Bevor gestaltet wird, wird geplant. In dieser Phase werden Ziele, Rahmenbedingungen, Verantwortlichkeiten und Methoden festgelegt. Wer ist beteiligt? Welche Zielgruppen sollen erreicht werden? Welche Daten, Interviews oder Tests brauchen wir? Was muss für die Interviews vorbereitet werden? Und woran erkennen wir später, ob die Lösung funktioniert?

    Diese Phase klingt zunächst wenig glamourös, ist nichtsdestotrotz entscheidend. Denn ohne klare Planung wird Human Centered Design schnell zu einem hübschen Workshop mit bunten Post-its, aber eine echte Wirkung lässt zu wünschen übrig.


      2 ) Nutzungskontext verstehen: Der Nutzungskontext umfasst die Menschen, für die gestaltet wird, ihr Verhalten sowie die Umgebung, in der sie ein Produkt, eine Website oder einen Service nutzen.

      Wer sind die Nutzer? Welche Aufgaben möchten sie erledigen? In welcher Situation, Umgebung oder Stimmung findet die Nutzung statt?

      Die ISO 9241-210 beschreibt diesen Schritt als das Verständnis von Nutzenden, Aufgaben und Nutzungskontext. Genau daraus entsteht die Grundlage für jede Gestaltungslösung. Denn gutes Design basiert nicht auf Annahmen, sondern auf einem tiefen Verständnis der tatsächlichen Nutzer:innen und ihrer Arbeitsumgebung. Erst wenn Bedürfnisse, Erwartungen, Routinen und mögliche Hürden bekannt sind, können Lösungen entwickelt werden, die im Alltag hilfreich und nutzbar sind.

        Methoden: Nutzerinterviews, Beobachtung / Shadowing, Kontextanalyse, Umfragen, Tagebuchstudien, Analyse bestehender Daten, Rollenspiel, Wettbewerbsanalyse


        3 ) Nutzungsanforderungen ableiten und definieren: Aus den Erkenntnissen werden konkrete Anforderungen abgeleitet. Das bedeutet: Die Bedürfnisse der Nutzer:innen werden in klare, überprüfbare Kriterien übersetzt.

        Beispiel für Nutzungsanforderungen: Statt allgemein zu sagen „Die Kaffeemaschine soll innovativ sein.“ → „Nutzende sollen ihren Kaffee zubereiten können, ohne vorher die Bedienungsanleitung lesen zu müssen.“

        Methoden: Personas, Empathy Maps, Customer Journey Mapping, Problem Statement, User Stories, Jobs-to-be-Done, Anforderungskatalog


        4 ) Human Centered Design Lösungen entwickeln: Bei der Entwicklung der Gestaltungslösungen ist es erforderlich, nach dem User Experience (UX) Prinzip zu arbeiten. Es reicht also nicht, dass eine Website technisch funktioniert oder ein Produkt formal seinen Zweck erfüllt. Sondern wie die Nutzenden das Produkt erleben. Ist es verständlich, angenehm, effizient und vielleicht sogar ein kleines bisschen erfreulich? Oder wird eine Funktion des Produkt vielleicht gar nicht wahrgenommen? Auch das kann positiv sein (Invisible Design). Wichtig ist, dass es in dieser Phase nicht darum geht, sofort die perfekte Lösung parat zu haben. Es geht darum, mögliche Lösungen sichtbar und diskutierbar zu machen, sodass früh Nutzertests durchgeführt werden können.

        Diese Phase ist der kreative Spielplatz des HCD-Prozesses. Aber eben kein Spielplatz ohne Regeln.

        Definition: User Experience (UX) ist die „Wahrnehmung und Reaktion einer Person, die aus der tatsächlichen oder erwarteten Nutzung eines Produkts, Systems oder einer Dienstleistung resultieren“ (DIN EN ISO 9241-210)

        Methoden: Ideation, Co-Creation Workshops, Wireframes, Scribbles, Informationsarchitektur, Prototyping, Content-Konzept


        5 ) Lösungen testen und evaluieren: Realitätscheck incoming. Die Entwürfe werden mit echten Nutzer:innen und relevanten Stakeholdern geprüft. Verstehen sie die Botschaft? Finden sie, was sie suchen? Vertrauen sie dem Angebot? Klicken sie dort, wo wir es erwarten?

        Stakeholder sind Personen oder Gruppen, die von einem Produkt oder einer Entscheidung betroffen sind oder darauf Einfluss haben.

        Auch die Usability wird hier gründlich getestet. Also die Gebrauchtauglichkeit (Usability) des Produkts. Die gewonnenen Erkenntnisse sind maßgeblich, um die Lösungen im weiteren Verlauf zu optimieren. Es geht also gar nicht darum, den ersten Entwurf zu behalten und von den Nutzer:innen bestätigen zu lassen. Die ISO betont auch, dass Gestaltung durch nutzerzentrierte Evaluation gesteuert und verbessert wird.

        Testen, lernen, anpassen, erneut testen ist hier das Motto.

        Methoden: Usability Testing, Prototypentests, Nutzerfeedback, A/B-Testing, Barrierefreiheitsprüfung, Heuristische Evaluation, Eye-Tracking


        6 ) Optimieren und iterieren: Wie bereits angemerkt, endet Human Centered Design nicht mit dem ersten oder gar dem zweiten Gestaltungsentwurf. Die gewonnenen Erkenntnisse aus Tests und Feedback müssen immer wieder ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage entsteht eine überarbeitete Lösung, die erneut getestet und evaluiert wird. Und so weiter. Dieser iterative Prozess wird so lange fortgeführt, bis die Gestaltung den Bedürfnissen der Nutzer:innen bestmöglich entspricht.


        Human Centered Design Beispiele

        Beispiel 1 // Push-Pull-Türen

        Standest du schon einmal vor so einer Tür und musstest du einen Moment innehalten, um zu überlegen? Jetzt drücken! Nein, doch ziehen. Oder andersrum? Bestimmt kam es bei der ein oder anderen Person für einen Augenblick zu Frust in jenem Moment. Man steht also vor dieser Tür, drückt, aber sie geht nicht auf. Dann zieht man leicht genervt, während hinter einem schon jemand wartet.

        Hier liegt ein klarer Designfehler vor. Denn wenn eine Tür eine große Griffstange hat, signalisiert sie: „Zieh mich.“ Eine gut gestaltete Tür erklärt sich im besten Fall selbst. Man sieht sie für einen Sekundenbruchteil an und weiß intuitiv, hier muss ich drücken oder ziehen. Und ganz wichtig: OHNE einen beschreibenden Text als Verständnisbrücke.

        Solche schlecht gestalteten Push-Pull-Türen folgen nicht den Prinzipien des Human Centered Design. Sie orientieren sich nicht am natürlichen Verhalten und den Erwartungen der Nutzer:innen. Hier entsteht Verwirrung und unnötige kognitive Belastung. Nutzer:innen müssen nachdenken und ausprobieren.

        Eine bessere Lösung wäre eine flache Druckplatte auf der Seite zum Drücken und ein klarer Griff auf der Seite zum Ziehen. Dann kommuniziert das Objekt seine Funktion ganz ohne Erklärung.

        Beispiel 2 // Herdplatten

        Auch Herdplatten zeigen sehr anschaulich, warum Human Centered Design im Alltag so wichtig ist. Auf den ersten Blick scheint ein Kochfeld simpel zu sein: vier Platten, vier Regler, fertig. Ein häufiges Problem ist aber die Anordnung der Herdplatten-Regler. Wenn die Regler in einer Reihe nebeneinanderstehen, aber die Herdplatten als Quadrat angeordnet sind, muss man auch hier einen Moment kurz überlegen. Welcher Regler gehört zu welcher Platte? Vorne links? Hinten rechts? Oder doch daneben? Dadurch steigt die kognitive Belastung der Nutzer:innen, da sie sich je nach Herdmodell immer wieder neu orientieren und die Zuordnung der Regler erst verstehen müssen.

        Diese Unsicherheit ist nicht nur lästig, sondern kann auch gefährlich werden. Wer versehentlich die falsche Herdplatte einschaltet, erhitzt vielleicht eine leere Platte oder stellt eine Pfanne auf eine kalte Fläche. Im besten Fall ist das ärgerlich. Im schlimmsten Fall ist es ein Sicherheitsrisiko.

        Human Centered Design würde hier fragen: Wie nutzen Menschen den Herd tatsächlich? Wie schnell muss die Zuordnung verstanden werden? Welche Fehler können passieren? Und wie lässt sich die Bedienung so gestalten, dass sie möglichst intuitiv ist?

        Eine nutzerfreundliche Lösung ist eine Regleranordnung, die die Position der Herdplatten abbildet. Die vier Bedienelemente sind also ebenfalls wie ein kleines Quadrat angeordnet. Oben links für die hintere linke Platte, unten rechts für die vordere rechte Platte. So entsteht eine direkte visuelle Verbindung zwischen Steuerung und Funktion.

        Noch klarer wird es durch kleine Symbole, Markierungen oder Lichtanzeigen, die zeigen, welche Platte gerade aktiv ist. Dadurch müssen Nutzer:innen nicht raten, sondern erkennen sofort, was passiert.

        –> Das Beispiel zeigt, wie Gestaltung Hinweise auf die richtige Produktnutzung geben kann. In der Designforschung spricht man dabei von Affordanzen. Sie beschreiben die Handlungsmöglichkeiten, die ein Objekt oder System seinen Nutzer:innen vermittelt oder nahelegt.

        3 Gründe, warum Human Centered Design wichtig ist

        1. Bessere Nutzererlebnisse: Psychologische Prinzipien helfen, Produkte so zu entwickeln, dass sie sich an den Bedürfnissen, Fähigkeiten und Erwartungen der Nutzer:innen orientieren.
        2. Vermeidung von Frustration und Fehlentscheidungen: Gute Usability reduziert Fehler, Überforderung und Abbrüche und steigert damit die Zufriedenheit der Nutzer:innen.
        3. Vertrauen und Produktbindung: Wenn Nutzer:innen merken, dass ein Unternehmen ihre Bedürfnisse ernst nimmt, wirkt die Marke glaubwürdiger.

        Wer Menschen erreichen will, muss bei Menschen anfangen

        Human Centered Design sorgt insgesamt für bessere Kundenerlebnisse, klarere Kommunikation und im Umkehrschluss für eine stärkere Markenbindung. Unternehmen verstehen ihre Zielgruppen genauer und vermeiden teure Fehlentscheidungen. Im Bereich des Marketings entstehen außerdem Angebote und Kampagnen, die sich weniger nach Werbung anfühlen und mehr nach echter Hilfe.

        Das ist ein enormer Vorteil in einer Welt, in der Menschen täglich mit Botschaften bombardiert werden.

        Willst du mehr zum Thema Designpsychologie und User Experience erfahren? Hier geht’s lang –>

        Ähnliche Begriffe: User-Centered-Design, User-Experience Design, Design Thinking, Usability, Design Psychology, Human-Computer-Interaction, AI Centered Design, Interaction Design

        Jenny Vieira

        Juni 4, 2026
        Design verstehen, Wissenwertes
        Design, website
      1. Design Nudging – Design trifft heimlich deine Entscheidungen 2026

        Design Nudging  – Design trifft heimlich deine Entscheidungen 2026

        Was ist Design Nudging

        Der Begriff Nudge (zu Deutsch „Anstupser“) geht auf die Verhaltensökonomen Richard Thaler und Cass Sunstein zurück. Ein Nudge ist ein bewusst gewähltes Element einer Entscheidungsarchitektur, das Verhalten in vorhersehbarer Weise beeinflusst, ohne Verbote auszusprechen oder Anreize zu setzen. Menschen treffen die meisten Entscheidungen intuitiv und mit minimalem kognitivem Aufwand. Genau diese Intuition lässt sich durch Design Nudging lenken. Und wer die Umgebung gestaltet, kann Einfluss auf die Entscheidung nehmen.

        Design entscheidet

        Design Nudging reale Beispiele

        Ein E-Commerce-Shop hebt das mittlere Preispaket farblich hervor und markiert es als „Beliebteste Wahl“. Das Design gibt keine Empfehlung im klassischen Sinne – es schafft aber einen visuellen Anker, der die Entscheidung der Mehrheit in diese Richtung lenkt.

        Design Nudging Beispiel Preisanker

        Das klassischste Beispiel aus dem analogen Raum: Die Fliege im Urinal. Am Flughafen Schiphol in Amsterdam wurde in den 1990er Jahren eine kleine, realistisch wirkende Fliege nahe am Abfluss eingraviert. Der Effekt war verblüffend einfach. Männer zielten darauf. Die Verschmutzung rund um das Urinal sank um etwa 80 Prozent. Kein Appell und auch keine Vorschrift, nur ein winziger visueller Impuls an genau der richtigen Stelle.

        Design Nudging Beispiel Fliege im Urinal

        Amazons Prime-Kündigung wurde zum Lehrbuchbeispiel für Dark Patterns. Der Beitritt war kinderleicht: ein Klick, manchmal fast aus Versehen im Checkout. Die Kündigung dagegen führte durch einen verschachtelten, mehrseitigen Prozess. Intern nannte man den Prozess „Iliad“ – so wie Homers endloses Epos. Wer kündigen wollte, musste sich durch Hinweise und Umwege kämpfen. 2021 reichten Verbraucherschützer in Norwegen und der EU formelle Beschwerden ein. Erst unter regulatorischem Druck machte Amazon die Kündigung in Europa deutlich einfacher.

        Design Nudging Mechanismen

        Design arbeitet mit wiederkehrenden Nudging-Mechanismen. Dazu gehören:

        • Der Ankereffekt, bei dem eine zuerst gezeigte Zahl unsere Einschätzung prägt.
        • Der Default-Effekt, bei dem vorausgewählte Optionen besonders häufig übernommen werden.
        • Die soziale Norm, die zeigt, was andere tun und dadurch Orientierung gibt.
        • Die visuelle Hierarchie, die bestimmte Informationen größer, farbiger oder prominenter erscheinen lässt.
        • Der Decoy-Effekt, bei dem eine dritte, scheinbar unattraktive Option eine andere Wahl attraktiver macht.
        • Und Framing, also die Art, wie eine Entscheidung sprachlich oder visuell gerahmt wird.

        Diese Mechanismen sind nicht automatisch gut oder schlecht. Entscheidend ist jedoch, wie und mit welchen Absichten sie eingesetzt werden.

        Im Ethical Nudging helfen sie Nutzerinnen und Nutzern, bessere oder bewusstere Entscheidungen zu treffen. Eine „Beliebteste Wahl“ kann Orientierung geben, wenn sie auf echten Nutzerdaten basiert. Eine Erinnerung wie „Du hast noch 3 Artikel im Warenkorb“ kann hilfreich sein, wenn sie transparent bleibt. Auch eine Fortschrittsanzeige im Checkout kann Nutzer:innen unterstützen, weil sie zeigt, wo sie sich im Prozess befinden und wie viel noch vor ihnen liegt.

        Zum Dark Pattern wird derselbe Mechanismus, wenn er gegen die Interessen der Nutzer:innen arbeitet. Etwa wenn der „Ablehnen“-Button vergraut, klein und schwer zu finden ist. Wenn eine Kündigung über sechs Klick-Ebenen verschachtelt wird. Wenn bei einer kostenpflichtigen Zusatzoption bereits ein Häkchen vorausgefüllt ist. Wenn ein Cookie-Banner „Alles akzeptieren“ groß und farbig zeigt, während „Ablehnen“ versteckt wird.

        Der Unterschied liegt selten im Werkzeug selbst. Er liegt in der Absicht, der Transparenz und wie fair mit der Gestaltung gearbeitet wird.

        Ethical-Nudging Beispiele

        • Opt-out-Standard für Newsletter, der klar sichtbar ist
        • „Beliebteste Wahl“ basierend auf echten Nutzerdaten
        • Erinnerung: „Du hast noch 3 Artikel im Warenkorb“
        • Fortschrittsanzeige im Checkout zur Orientierung

        Dark-Pattern Beispiele

        • „Ablehnen“-Button vergraut, klein und schwer zu finden
        •  Kündigung über 6 Klick-Ebenen verschachtelt
        •  Vorausgefülltes Häkchen bei kostenpflichtiger Zusatzoption
        •  Cookie-Banner: „Alles akzeptieren“ groß & farbig, „Ablehnen“ versteckt
        •  Countdowns für Angebote, die sich täglich neu setzen

        Design ist nie neutral. Design lenkt Entscheidungen.

        Hier liegt das eigentliche Dilemma, denn Die Werkzeuge sind dieselben. Der Default-Effekt funktioniert, egal ob du ihn nutzt, um Menschen zur Organspende zu bewegen oder um sie in ein Abo zu locken. Der Ankereffekt zieht, egal ob der ursprüngliche Preis echt war oder nicht. Das gleiche gilt für die visuelle Hierarchie, diese lenkt die Nutzenden unabhängig von den Absichten. Verzichtet man nun auf eine Visuelle Hierarchie, wäre so gut wie jeder Nutzende frustriert über das Produkt. Man kann also kaum ein neutrales Design bereitstellen.

        Was entscheidet, ob ein Nudge ethisch ist?

        Thaler und Sunstein haben dafür einen klaren Test formuliert: Ein Nudge ist legitim, wenn er das Verhalten der Mehrheit in eine Richtung lenkt, die gut für sie ist und wenn er jederzeit transparent gemacht werden kann, ohne seine Wirkung zu verlieren.

        Man kann ganz einfach einen Transparenz-Test durchführen: Wenn du deinen Nutzer:innen erklären könntest, wie dein Design ihre Entscheidung beeinflusst, und sie würden es als fair empfinden – dann ist es ethisches Design Nudging. Wenn du das Gespräch fürchtest ist vermutlich ein Dark Pattern.

        Für Designer und Unternehmer bedeutet das, dass jede Gestaltungsentscheidung eine Nutzerlenkung ist. Welche Option ist vorausgewählt? Was erscheint groß, was klein? Was kommt zuerst? Diese Fragen sind keine ästhetischen Fragen, vielmehr sind sie strategischer und ethischer Natur.

        Gutes vs. schlechtes Design Nudging

        Gutes Design Nudging stellt sich Fragen wie: Wohin wollen unsere Nutzer:innen – und wie können wir ihnen dorthin helfen? Schlechtes Design Nudging fragt: Was wollen wir – und wie bringen wir Nutzer:innen dazu, es zu tun?

        Der Unterschied klingt subtil. In der Praxis ist er der Unterschied zwischen einer treuen Kundschaft – und einer, die sich manipuliert fühlt, sobald sie es merkt.

        Design ist nie neutral. Die Frage ist nur, für wen sie arbeitet. Dank einer eindeutigeren Rechtslage werden Dark Patterns weltweit reguliert. Die EU hat im Digital Services Act irreführende Interfaces explizit verboten. Die FTC in den USA verhängte 2022 Strafen gegen Unternehmen wegen täuschender Interfaces. Design ist längst kein rechtsfreier Raum mehr.

        Hier findest Du mehr Informationen zu Dark Patterns

        -> Wir bei Hasegold helfen dabei, klare und konsistente Markenauftritte zu entwickeln – von der strategischen Grundlage bis zum fertigen Designsystem! Kontaktieren Sie uns gerne.

        Jenny Vieira

        Mai 27, 2026
        Design verstehen, Wissenwertes
        Design, Designer
      2. 2026 Logo erstellen mit KI ist einfach – Warum der Schein trügt

        2026 Logo erstellen mit KI ist einfach – Warum der Schein trügt

        Ein Logo erstellen mit KI? Klingt nach der perfekten Abkürzung: schnell, günstig, vollautomatisch und ohne großes Designwissen. Perfekt! Oder etwa doch nicht?

        Es scheint so, also könne man mit diversen Plattformen und auch mit ChatGPT „in wenigen Minuten“ das perfekte Logo für die eigene Marke erstellen. Doch die Realität ist, wenig überraschend, deutlich komplexer.

        Logo erstellen mit KI - Das solltest du wissen

        Die Tools sind zweifellos leistungsfähig. Manche Systeme bieten nur eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten, bei denen man beispielsweise lediglich Farben anpassen kann. Andere lassen nahezu jede Form der Gestaltung zu. Aber ist das wirklich ein Vorteil?

        Wer sich nicht mit Designprinzipien und grundlegenden Gestaltregeln auskennt, steht schnell vor einer Vielzahl an Optionen – und vor einem Logo, das am Ende mehr Fragen als Antworten hinterlässt. 

        Bei zu vielen angebotenen Gestaltmöglichkeiten besteht die Gefahr, sich zu stark vom eigenen Geschmack leiten zu lassen. Der persönliche Geschmack spiegelt jedoch nicht immer das wider, was die Zielgruppe wirklich ansprechend findet.


        Wie Designer*innen ein professionelles Logo erstellen

        Kurz gesagt: Professionelles Logodesign folgt einem klaren Prozess mit zwei groben Hauptphasen:

        Phase 1 – Recherche & Analyse. In dieser Phase wird die Vorarbeit geleistet. Es geht darum, ein Verständnis für den Kunden, die Branche und die Zielgruppe zu entwickeln. Es wird also viel recherchiert, analysiert und evaluiert.

        • Marktanalyse & Wettbewerbsvergleich
        • Zielgruppenverständnis
        • Markenwerte & Positionierung
        • Technische Anforderungen (Skalierung, Medien, Anwendungen)
        • Ableitung der logischen Formensprache

        Phase 2 – Kreative Arbeit. Die Ergebnisse aus Phase 1 bilden jetzt den Grundpfeiler für das weitere Vorgehen und das endgültige Logo. Selten schafft es die erste Logo-Idee zum finalen Logo. Es werden viele kreative Schleifen durchlaufen, bevor das finale Logo steht.

        • Skizzen & Varianten
        • Brainstorming
        • Finalisierung
        • Test & Evaluation
        • Reinzeichnung & Guidelines
        Logo erstellen - Phasen

        Logo erstellen mit KI – Wie arbeitet die Künstliche Intelligenz?

        Wir haben es getestet: Der Ablauf ähnelt sich bei fast allen Tools. Man erhält eine Abfrage zu Markennamen, Branche, Stil, Markenpersönlichkeit, Farben und Symbolwünschen. Danach können bevorzugte generierte Entwürfe ausgewählt werden und teilweise ist es möglich, an diesen Änderungen vorzunehmen. Alternativ können Logos über Prompts generiert werden – etwa mit ChatGPT oder Midjourney.

        Dabei wirkt der Prozess sehr einfach. Aber tatsächlich ist es zeitintensiv und tückisch. Vor allem ohne das nötige Fachwissen kann es auch schnell überfordernd und frustrierend sein.


        Logo mit KI – Überforderung statt Klarheit

        Zwar wirken KI-Tools auf den ersten Blick so, als könnten sie von jeder Person mühelos bedient werden. Indirekt setzen sie jedoch bestimmte Fähigkeiten voraus. Um die KI überhaupt ein geeignetes Logo erstellen zu lassen, muss man wissen, wie ein Logo aufgebaut sein sollte. Wie sonst kann man bewerten, ob das, was generiert wurde, optimal ist? Viele neigen dazu, nach ihrem persönlichen Geschmack zu entscheiden, ob ein Logo für die jeweilige Marke „gut aussieht“. Aber das ist ein Trugschluss, denn mit dem Logo sollen ganz andere Ziele erreicht werden als den eigenen Geschmack zu erfüllen. Es geht um die Botschaft, die die Marke mit dem Logo vermitteln sollte.

        Wer schon einmal einen Logo-Generator ausprobiert hat, weiß, dass die KI eine Reihe von Fragen stellt, auf deren Grundlage das Logo generiert wird. In den meisten Fällen wird auch nach der eigenen Markenbotschaft gefragt. Doch viele Unternehmen wissen gar nicht, welche Botschaft sie konkret vermitteln möchten. Hier beginnt das erste Problem. Und genau aus diesem Grund ist es ratsam, einen Workshop mit professionellen Marken- oder Designexpert*innen durchzuführen, um diese Grundlagen gemeinsam zu erarbeiten.


        Hinzu kommt, dass bei all den Abfragen ein elementarer Punkt ausgeklammert wird: nämlich die Zielgruppe. Nicht umsonst nehmen sich Designer*innen viel Zeit, um die Zielgruppe zu verstehen und die Marke aus ihrer Perspektive wahrzunehmen.

        Auch grundlegende Prinzipien der Logogestaltung, so etwa das Prinzip der Lesbarkeit, der Komposition und der Reproduzierbarkeit eines Logos, sind zu beachten. Aspekte, die man nicht unbedingt im Blick hat, wenn man nicht geschult ist.
        Logos sollten zudem immer individuell, schnell erkennbar und vielseitig einsetzbar sein. Nutzer werden in diesem Sinne von den Generatoren im Unwissen gelassen.

        Ein Logo ist kein hübsches Bild

        Auffällig ist auch, dass Nutzer*innen unbedacht die Möglichkeit geboten bekommen feine, realistische und detaillierte illustrative Logostile auszuwählen, obwohl diese gegen grundlegende Logoprinzipien verstoßen und eine deutlich schlechtere Reproduzierbarkeit und Lesbarkeit haben. Denkt man an Logos führender Marken, dann haben sie eines gemeinsam: Sie sind reduziert, klar und vollflächig (nicht illustrativ).
        Ein Logo sollte simpel, zeitlos, einprägsam und universell einsetzbar sein und nicht ein kleines Kunstwerk voller Details.

        Einfachheit ist dabei ein Schlüsselfaktor. Und wie es bekanntlich oft der Fall ist: Was einfach aussieht, ist selten einfach gemacht.

        Ein Logo spiegelt die Markenpersönlichkeit wider

        Ein Logo ist ein kommunikatives Werkzeug, das Vertrauen bei der Zielgruppe erzeugen und die Markenpersönlichkeit widerspiegeln soll. Eine KI versteht das nicht; sie berechnet – vereinfacht gesagt – nur, was grafisch wahrscheinlich ist. Das führt häufig zu schönen, aber vor allem bedeutungslosen und austauschbaren Logos, die beliebig wirken. KI-Logo-Generatoren variieren häufig nur Farbe, Komposition und Symbolanordnung. Es handelt sich um Wiederholungen bekannter Muster aus großen Trainingsdaten.
        Sie erschaffen kaum neue Formideen.

        Nehmen wir an, zwei Unternehmen aus derselben Branche haben ihre Logos mit KI generieren lassen. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass beide Unternehmen ähnliche Logos haben und sich kaum voneinander, also von ihrer Konkurrenz, abheben. Es fehlt an wichtigem Wiedererkennungswert und echter hervorstechender Originalität. Für Unternehmen, die Wert auf Markenidentität legen, ist das ein Problem. Ein schlechter Start, um Vertrauen oder eine Beziehung mit der Zielgruppe aufzubauen.

        KIs sind durch ihre Abhängigkeit von Prompts und ihre Unfähigkeit, menschliche Kreativität (Fantasie, Gefühle, Empfindungen, Emotionen) zu reproduzieren, stark limitiert. Dies führt zu Designs, die nicht die kreative Tiefe erzeugen können, die nötig ist, um Menschen auf einer emotionalen Ebene zu erreichen – einem zentralen Aspekt visueller Kommunikation.

        All das wird mit den beliebten Logo-Generatoren nicht gewährleistet.

        Prompt Sensitivität: Empirische Studien mit KIs zeigen, dass diese sehr inkonsistent sind und sensibel auf kleinste Veränderungen im Prompting reagieren. So ist es beispielsweise zeitintensiv, mit ChatGPT oder einer ähnlichen KI ein Logo zu erstellen, das auch wirklich den gestalterischen Prinzipien entspricht.
        Viel zu oft müssen Prompts überarbeitet werden und gleichzeitig wartet man lange auf die generierte Datei. Es ist also ein Trial-and-Error-Prozess, der sich wahrscheinlich kaum lohnen wird. Denn irgendwann kommt es wieder zu dem Problem der Wiederholungen in den Trainingsdaten.

        Fazit

        Von KI generierte Logos neigen  dazu, zwar konsumierbar zu sein, mangeln dafür aber an Qualität. Um ein Logo wertvoll und hochwertig zu machen, ist es entscheidend, eine echte philosophische bzw. konzeptionelle Bedeutung zu entwickeln. Und das ist nur mit einem Experten oder einer Expertin möglich.

        Diese Studie hat gezeigt, dass KI durchaus Logos erstellen kann. KI-Tools sind leistungsstark, keine Frage. Sie beschleunigen kreative Prozesse. Doch ohne Markenstrategie, Designkompetenz und echte menschliche Kreativität bleibt ein KI-Logo ein austauschbares Produkt ohne Identität.

        Anhand der Ergebnisse wird also deutlich, dass die Rolle von Designer*innen für qualitative Logos weiterhin unverzichtbar ist.

        Möchtest du eine professionelle Website erstellen?
        Dann kontaktiere uns gerne – telefonisch oder per E-Mail.

        Kontakt aufnehmen

        Hier findest du weitere Informationen zum Thema Logo-Design.

        Jenny Vieira

        März 11, 2026
        Design verstehen, Wissenwertes
        Design, Hasegold, KI, Logo, Logo-Design
      3. Designtrends 2026: Was jetzt wichtig wird

        Designtrends 2026: Was jetzt wichtig wird

        Die kreative Branche ist schnell wandelbar und immer auf dem neuesten Stand: Zwischen neuer KI-Features der Adobe Creative Cloud, Wiederfindung alter Funktionen und Entwicklung neuer Trends gibt es jedoch vielversprechende Elemente, die wir als Designtrends 2026 mit in das neue Jahr nehmen.

        KI + Mensch = Design

        Künstliche Intelligenz ist schon längst zu einem Bestandteil der kreativen Branche geworden – zur Generierung von Bildern, Automatisierung von repetitive Aufgaben und zur Effizienz. Die Adobe Creative Cloud rüstet mithilfe von Künstlicher Intelligenz ihre Dienstleistungen auf und auch Affinity Studio rüstet nach: Das bringt uns nicht nur zu effizienterem Arbeiten, sondern auch zu neuen Ideen. Darum ist einer der nächsten Designtrends 2026 die Arbeit zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz. So sieht der Designtrend aus:

        • Künstliche Intelligenz übernimmt die wiederholenden Dinge: Texte korrigieren, Bilder generieren und die Checkliste
        • Designer*innen übernehmen das, wofür sie gedacht sind: Kreativität, emotionale Tiefe und authentisches Design

        Naive Design: Skizzen & Kritzelei

        Digitale Perfektion trifft auf handgezeichnete Elemente – ein klarer Gegenpol zur makellosen, minimalistischen Ästhetik, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zunehmend dominiert wird. „Naive Design“ setzt als einer der Designtrends 2026 bewusst auf Ehrlichkeit, Spielfreude und Menschlichkeit und bringt so eine neue, frische Dynamik in die Gestaltung.

        • Kindliche, einfache Illustrationen mit flachen Farben
        • Unregelmäßigen Formen und „wackeligen“ Linien, die wie spontane Kinderzeichnungen aussehen
        • Imperfekte Typografie: handgeschriebene oder schief wirkende Schriften, Off-Grid-Kompositionen
        • Das bewusste Brechen von Gestaltungsregeln – so wirkt es neu, menschlich und imperfekt
        Designtrends 2026: Skizzen und Kritzeleien verleihen Marken an mehr Persönlichkeit

        Neon-Shock: Knallige Farben & Kontraste

        Bei der Brand Identity wird immer mehr auf Mut und Identität gesetzt: Sie strahlt Energie, Vitalität und Optimismus aus. Viele Marken greifen zu Schwarz und Weiß, um Seriosität und Eleganz auszustrahlen. Wer aus der Masse herausstechen und gesehen werden möchte, greift deswegen als einer der Designtrends 2026 zu knalligen Farben:

        • Akzente auf Kontrast: Neon-Töne wie elektrisches Grün, stechendes Gelb, leuchtendes Pink oder feuriges Orange als Highlights (z. B. Schatten, Buttons, Linien)
        • Kombination mit Effekten: Paaren mit Bewegungsunschärfe, urbanen Texturen oder Verläufen (Thermal Glow) für futuristische Tiefe, z. B. elektrisches Rot auf Schwarz in Gaming- oder Event-Designs.

        Darüber hinaus gewinnen in den Designtrends 2026 Kombinationen mit besonderen Effekten an Bedeutung. Bewegungsunschärfe, urbane Texturen oder futuristische Verläufe wie Thermal Glow sorgen für räumliche Tiefe und Spannung. Ein Beispiel hierfür ist die Verwendung von elektrischen Rottönen auf schwarzem Hintergrund, wie es im Gaming- oder Event-Design zunehmend zu sehen ist. Solche Elemente lassen Marken modern, energiegeladen und zukunftsorientiert erscheinen, ohne dabei ihre Seriosität zu verlieren.

        3D-Elemente

        3D-Elemente sehen wir schon seit Jahren auf Print und Screens. Für viele waren sie jedoch nicht so erreichbar, wie es zuvor war: Wo damals nur erfahrene Designer*innen durch Programme wie Blender, Cinema 4D und als Nachzügler auch Adobe Illustrator mühselig dreidimensionale Elemente erstellen konnten, wird jetzt die Künstliche Intelligenz dafür benutzt. Als einer der Designtrends 2026, kannst du ihn so für dich nutzen:

        • Website-Benutzer*innen möchten ein Erlebnis: Dreidimensionale Elemente ermöglichen genau das. Das Objekt anklicken, drehen und bewegen führt zu spannenden Interaktionen, die Benutzer*innen auf Websites halten.
        • Mixed Media Kombination: Verschmelze 3D mit 2D-Fotos, Illustrationen oder Texturen für Tiefe, z. B. 3D-Objekte über Fotos oder in Collagen.
        • Stilistische Merkmale: Organische, realistische Formen mit Körnung, Schatten und Materialien (z. B. Glas, Metall); vermeide Überladung durch subtile Integration.
        Designtrends 2026: 3D Elemente bleiben weiter vorn

        Hyper-Individualismus

        Hyper-Individualismus ist der Trend, der 2026 die Designwelt prägt: Er feiert radikale persönliche Ausdrucksformen und positioniert sich bewusst als Gegenbewegung zu KI-generierter Perfektion und uniformen Gestaltungen. Marken nutzen diesen Ansatz, um sich abzuheben, Persönlichkeit zu zeigen und kreative Freiheit zu demonstrieren.

        • Surreale Verzerrungen, psychedelische Formen und gemischte Texturen für persönliche Kreativität und Chaos.
        • Verzerrte Formen & psychedelische Elemente: Ungewöhnliche Proportionen und lebendige Muster, die Aufmerksamkeit erzeugen.
        • Unkonventionelle Kompositionen: Kreative Layouts, die bewusst Regeln brechen und überraschende Blickführungen erzeugen.
        • Abstrakte Gegenüberstellungen: Kontraste zwischen unvereinbaren Elementen für einen spannungsvollen Effekt.
        • Psychedelische Farbpaletten: Sanfte, auffällige Farben, die Surrealität und Individualität betonen.

        Affinity: Neue Ära echter kreativer Freiheit

        Mit dem neuen Erscheinungsbild von Affinity Studio eröffnet sich für Designerinnen eine spannende Perspektive: Die Software vermittelt nicht nur ein modernes, klares und intuitives Nutzungserlebnis, sondern signalisiert auch eine neue Form kreativer Freiheit. Besonders bemerkenswert ist, dass Affinity Studio kostenlos verfügbar ist, wodurch professionelle Gestaltungsmöglichkeiten einer breiten Nutzergruppe zugänglich werden – von Studierenden und Kreativen in kleinen Unternehmen bis hin zu Hobbydesigner*innen.
        Aus der aktuellen Entwicklung lässt sich ableiten, warum Affinity Studio potenziell selbst zu einem der Designtrends 2026 werden könnte:

        • Experimentelle Gestaltung: Die Kombination aus klassischen Designwerkzeugen, flexiblen Layouts und modernen Features erleichtert das Ausprobieren neuer Stilrichtungen.
        • Individuelle Kreativität: Nutzer*innen können persönliche Handschriften sichtbar machen, frei von festen Normen oder vorgefertigten Templates.
        • Barrierefreie Professionalisierung: Durch die kostenfreie Nutzung werden professionell wirkende Designs plötzlich für alle zugänglich – ein demokratischer Ansatz in der Kreativbranche.
        • Inspirierende Oberfläche: Das frische Erscheinungsbild motiviert, neue Gestaltungsideen zu entwickeln und kreative Risiken einzugehen.

        Die aktuelle Entwicklung deutet darauf hin, dass Affinity Studio nicht nur ein Tool ist, sondern ein Symbol für eine neue Design-Ära: individuell, experimentell und frei. Ob sich diese Hypothese bestätigt, wird die Designwelt 2026 zeigen – doch die Grundlagen sind geschaffen, um echte kreative Freiheit zum zentralen Trend zu machen!

        Designtrends 2026: Affinity Studio von Canva als neue Konkurrenz für Adobe

        Die Designtrends 2026 setzen auf Kreativität

        Die Designtrends 2026 zeigen deutlich, dass Kreativität und Individualität im Mittelpunkt stehen. Ob knallige Farben, naive Illustrationen, hyper-individuelle Kompositionen, interaktive 3D-Elemente oder die Zusammenarbeit von Mensch und Künstlicher Intelligenz – alle Trends spiegeln den Wunsch wider, aus der Masse herauszustechen, emotionale Nähe zu erzeugen und digitale Erlebnisse neu zu denken!

        -> Wie wir Gestaltungen und Trends für uns nutzen? Findest du auf unserem Instagram!

        Alina

        Januar 14, 2026
        Wissenwertes
      4. Professionelle Website erstellen – In 5 einfachen Schritten

        Professionelle Website erstellen – In 5 einfachen Schritten

        Erinnerst du dich an die Zeit, als man einfach eine Website erstellen musste?
        Ein paar Bilder, etwas Text, ein Impressum und fertig. Diese Zeiten sind vorbei – heute gibt es vielfältige und kreative Möglickeiten wie man eine Website erstellen kann. Dabei sollte deine Website nicht nur gut aussehen, sondern auch etwas bewirken. Denn sie ist weit mehr als eine digitale Visitenkarte: Deine Website ist dein Verkäufer, dein Storyteller und dein Markenbotschafter.

        Warum du heute unbedingt eine Website erstellen solltest

        Eine starke Online-Präsenz entscheidet darüber, ob Kunden dir vertrauen und mit dir in Kontakt treten wollen. Wer heute eine Website erstellen lässt, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

        Der erste Eindruck entsteht heutzutage fast immer digital. Indem du frühzeitig eine moderne Website erstellen lässt, sicherst du dir Sichtbarkeit und Vertrauen. Wer keine Website hat, ist für seine Zielgruppe praktisch unsichtbar. Wusstest du, dass Besucher sich in den ersten drei Sekunden einen ersten Eindruck deiner Website bilden? Der erste Eindruck zählt. Schon bei der ersten Suchmaschinen-Suche entscheidet sich wie deine Website und damit deine Marke wahrgenommen wird. Ist sie vertrauenswürdig? Wirkst sie hochwertig und professionell?


        Wer eine erfolgreiche Website erstellen möchte, sollte deshalb:

        • Klar kommunizieren, was angeboten wird
        • Visuell überzeugen
        • Technisch einwandfrei funktionieren – auf jedem Gerät


        Kurz gesagt: Design, Inhalt und Technik müssen passgenau aufeinander abgestimmt sein.



        Der Weg zur erfolgreichen Website

        Typische Fehler bei der Erstellung der Website:

        „Ich mach’s schnell mit einem Baukasten.“
        → Ergebnis: generisch, langsam, nicht erweiterbar

        „Wir schreiben die Texte irgendwann schnell selbst.“
        → Ergebnis: keine Conversion.

        „Design vor Inhalt.“
        → Ergebnis: hübsche Website, aber wirkungslos und frustrierend für den Benutzer.

        1. Markenanalyse & -strategie

        Hinter jeder erfolgreichen Website steckt ein klarer Plan

        Am Anfang steht das echte Verständnis deiner Marke. Bevor eine Zeile Code geschrieben oder ein Design entworfen wird, geht es darum, herauszufinden, wer du bist, wer deine Marke ist, wen du erreichen möchtest und warum.
        Was macht dein Angebot einzigartig? Welche Werte verkörperst du? Und welches Gefühl sollen Besucher haben, wenn sie deine Website verlassen?

        Auf Grundlage dieser Antworten entsteht die strategische Basis, mit der sich die Website erstellen lässt:
        Sie definiert Tonalität, Designrichtung, Inhalte und technische Anforderungen.
        Erst wenn klar ist, welche Geschichte deine Marke erzählen will, kann man eine Website erstellen, die diese Geschichte sichtbar, spürbar und überzeugend transportiert – von der Startseite bis zum letzten Klick.

        2. Domain registrieren

        Sobald also Strategie und Markenverständnis definiert sind, folgt der nächste Schritt: die Suche nach einer passenden Domain – sofern noch keine geeignete existiert.
        Die Domain ist im der Name deiner Website, etwa hasegold.de.

        3. Website designen und Erlebnisse gestalten

        Wenn du an eine gut gestaltete Website denkst – welche Kriterien kommen dir in den Sinn?
        Ein schlichtes, klares Design? Oder außergewöhnliche Details, die einen echten Wow-Effekt erzeugen?

        Im Grunde geht das Design einer erfolgreichen Website weit über die reine Optik hinaus.
        Es geht darum, ein intuitives Nutzererlebnis (User Experience – UX) zu schaffen, das nicht nur gut aussieht, sondern sich auch richtig anfühlt.

        Denn, wenn man ehrlich ist, ist es doch sehr frustrierend, wenn eine Website ewig lädt, unübersichtlich ist oder man einfach nicht findet, wonach man sucht. Kennst du dieses Gefühl?
        Ein gutes UX Design sorgt genau dafür, dass das nicht passiert – es führt den Besucher mühelos durch die Seite, vermittelt Orientierung und macht jede Interaktion zu einem positiven Erlebnis.

        Gut zu wissen: 9,3 % der Gesamtbevölkerung in Deutschland hat eine schwere Behinderung (7,9 Millionen Menschen). Deswegen sollte deine Website barrierefrei sein. Weitere Informationen findest du hier.
        Quelle: Statistisches Bundesamt

        4. Inhalte optimieren – für Menschen und Suchmaschinen (SEO)

        SEO steht für Search Engine Optimization – also Suchmaschinenoptimierung – und sorgt dafür, dass deine Website bei Google und anderen Suchmaschinen sichtbar wird.

        Warum das so wichtig ist?
        Ganz einfach: Je besser deine Seite in den Suchergebnissen platziert ist, desto mehr Menschen finden dich. Und mehr Sichtbarkeit bedeutet mehr potenzielle Kunden, die auf deiner Website landen.

        Der wichtigste Schritt für eine erfolgreiche SEO-Strategie besteht darin, herauszufinden, welche Begriffe (Keywords) deine Zielgruppe tatsächlich in die Suchmaschinen-Suchleiste eingibt, um nach Produkten oder Dienstleistungen wie deinen zu suchen. Auf Basis der Keyword-Recherche entstehen hochwertige Inhalte und Texte, die echten Mehrwert bieten – für deine Leser und für Suchmaschinen.
        Eines aber vorweg: Es bringt nichts, Texte nur zu schreiben, um möglichst viele Keywords unterzubringen. Suchmaschinen, wie beispielsweise Google, merken sofort, ob Inhalte nützlich sind oder nur für den Algorithmus geschrieben wurden.
        Deshalb steht immer der Nutzer im Mittelpunkt: Relevante, gut strukturierte und verständliche Inhalte, die Fragen beantworten und Vertrauen schaffen, sind der Schlüssel zu dauerhaft guten Rankings. Das schafft auch Vertrauen bei der Zielgruppe.

        5. Website Launch und Betreuung

        Sobald alle technischen, gestalterischen und rechtlichen Anforderung erfüllt sind, kann die Wensite endlich online gehen. Hurra!

        Die Arbeit ist damit aber nicht getan. Denn eine Website ist ein lebendiges Projekt, das mit deiner Marke wächst. Regelmäßige Updates, neue Inhalte und technische Pflege halten sie erfolgreich und sicher. Also nicht vergessen: Nach dem Launch ist die Arbeit nicht vorbei.


        Fazit – Eine Website erstellen, die für dich arbeitet

        Eine professionell erstellte Website ist nicht nur eine digitale Visitenkarte, sondern ein aktives Werkzeug zur Kundengewinnung. Sie stärkt Vertrauen, transportiert deine Marke und unterstützt deine Ziele nachhaltig.

        Eine gute Website sollte daher nicht nur optisch überzeugen – sondern funktional so gestaltet sein, dass sie für dich arbeitet.

        Möchtest du eine professionelle Website erstellen?
        Dann kontaktiere uns gerne – telefonisch oder per E-Mail.

        Kontakt aufnehmen

        Jenny Vieira

        November 14, 2025
        Wissenwertes
        Design, website, website design, website erstellen
      5. Farbpsychologie im Design: So beeinflussen 6 Farben deine Kunden und Kundinnen

        Farbpsychologie im Design: So beeinflussen  6 Farben deine Kunden und Kundinnen
        Farbpsychologie im Design: Wie Farben deine Kunden und Kundinnen beeinflussen

        Farben sprechen eine universelle Sprache – noch bevor wir ein Wort lesen oder hören, lösen sie Gefühle, Stimmungen und Assoziationen aus. In Marketing, Design und Kommunikation spielt Farbpsychologie daher eine entscheidende Rolle: Sie beeinflusst, wie wir Marken wahrnehmen, ob wir Vertrauen, Neugier oder Abstand empfinden. Wer versteht, wie Farben wirken, kann gezielt Emotionen ansprechen und Botschaften wirkungsvoller gestalten.

        Farbpsychologie und Markenidentität

        Allein aufgrund der Farbe wurde von Kunden und Kundinnen zu 50% zu einer bestimmten Marke gegriffen, zu 68% bestätigen Kunden und Kundinnen sich im Impulskauf von einer Verpackungsfarbe beeinflussen lassen zu haben. 16% der Kunden und Kundinnen sagen, dass die Farbe einer Marke ist, dass ihnen auffällt. Dadurch erzielen Farben die Auslösung bestimmter Emotionen und können die Botschaften von Marken verstärken. Durch die Farbe eines Produkts entscheidet ein Kunde, ob er dem Produkt oder einer Marke vertrauen möchte oder nicht – das macht die Farbe zu einem wichtigen Bestandteil der Markenidentität. Die anerkannte Psychologie hinter den Farben, beschreibt dabei diese Charakteristiken:

        • Gelb – optimistisch, fröhlich, verspielt und glücklich
        • Rot – leidenschaftlich, aufregend, energetisch und dringlich
        • Orange – frisch, jugendlich, kreativ und abenteuerlustig
        • Grün – natürlich, vital, prestigeträchtig und wohlhabend
        • Blau – kommunikativ, vertrauenswürdig, beruhigend und professionell
        • Violett – majestätisch, edel, spirituell und mysteriös
        • Braun – biologisch, bodenständig, schlicht und ehrlich
        • Rosa & Pink – romantisch, unschuldig, traditionell und auffordernd
        • Schwarz – kultiviert, formell, luxuriös und elegant
        • Weiß – schlicht, pur, klar und minimalistisch
        • Bunt – vielfältig, abwechslungsreich, aufgeschlossen und heiter

        Die Farbpsychologie bestimmt jedoch nicht nur, wie eine Marke auf Menschen wirkt. Sie führt auch dazu, dass die Marke oder ihre Funktion in Werbungen wiedererkannt wird – so wie beim klassischen Coca-Cola-Rot, das Orange von Fanta oder das Grün bei nachhaltigen Produkten. Außerdem werden Farben wichtig, wenn es um Inklusion geht: ein Logo mit wenigen Kontrastwerten führt dazu, dass Menschen mit Sehbeeinträchtigungen das Logo nicht mehr lesen und wiederkennen können. Die Farbkombinationen einer Farbe können zudem die gesamte Atmosphäre einer Marke wiedergeben.

        Mehr zu Barrierefreiheit im Design findest du hier.

        Farbpsychologie hinter Call-to-Action

        Die Farbpsychologie kann auch erfolgreich für Call-to-Action verwendet werden, denn jede Farbe kann gezielt eine Emotion hervorrufen und zu der Aktion einladen. Die falsche Farbe einer Call-to-Action hingegen kann sogar dazu führen, dass sie nicht geklickt wird – denn sie wirken unseriös. Wie eine Call-to-Action erfolgreich gestaltet werden kann:

        • Rot (erregt Aufmerksamkeit und Dringlichkeit): „Jetzt kaufen!“ für Aktionen, Rabatte, E-Commerce oder zeitlich begrenzte Angebote
        • Grün (erregt Ruhe und Vertrauen): „Jetzt anmelden“ für Finanzdienstleistungen, Nachhaltigkeit, Gesundheit und Registrierungen
        • Blau (erregt Zuverlässigkeit und Sicherheit): „Mehr erfahren“ für B2B-Websites, Technologie, Bildung und Serviceleistungen
        • Orange (erregt Energie und eine Aufforderung): „Jetzt testen“ für Testphasen, Newsletter, Produktdemos oder Events

        Aktuelle Farbtrends 2025

        Die Farbtrends im Jahr 2025 zeigen insbesondere Beliebtheit in warmen Erdtönen und Naturfarben, als auch in ruhigen Blautönen und lebendigen Akzentfarben. Dadurch sind momentan besonders Farben in der Aufmerksamkeit, die Ruhe, Natürlichkeit, Harmonie und frische Akzente im Design hervorbringen.

        Der aktuelle Trend der Stimmung von Verbundenheit, Geborgenheit und Harmonie spiegelt sich auch im diesjährigen „Pantone Color of the Year 2025“ – denn gewonnen hat die Farbe Mocha Mousse (PANTONE 17-1230). Mit der Farbe verbindet man nicht nur eine Emotion, sondern auch Lebensmittel wie Kakao, Schokolade und Kaffee. Ein echter Allrounder, für Genuss, Komfort und Zufriedenheit!

        Farbpsychologie: Mocha Mousse ist die Pantone-Farbe des Jahres 2025! Sie steht für Genuss, Komfort und Zufiedenheit.

        Farbpsychologie im Überblick

        Die Nutzung ausgewählter Farben beeinflusst den Auftritt einer Marke und ihre Botschaft, und gehört zu einen der ersten Elemente die potenziellen Kunden und Kundinnen auffallen: Ist die Marke modern oder traditionell? Setzt die Marke auf Nachhaltigkeit oder auf kurzfristige Trends? Befasst sich das Unternehmen mit Technik, oder mit Lebensmitteln? Farben dienen der emotionalen Verbindung zur Marke und ihrer Wiedererkennung im Alltag.

        Mit dem bewussten Einsatz von Farben schafft eine Marke also nicht nur eine ästhetische, sondern vor allem eine emotionale und nachhaltige Verbindung zu ihren Kunden – ein Schlüssel zum Erfolg in der heutigen wettbewerbsintensiven Geschäftswelt!

        -> Wir bei Hasegold helfen euch dabei, eine Marke mit Seele und Stimme zu entwickeln – von der Markenstrategie bis zur Marketingkampagne. Kontaktieren Sie uns gerne.

        Alina

        November 12, 2025
        Wissenwertes
      6. Adobe MAX 2025: So verändern neue Tools die Designarbeit

        Adobe MAX 2025: So verändern neue Tools die Designarbeit
        Adobe MAX 2025: Die neuen Funktionen

        Die Adobe MAX 2025 – die weltweit größte Konferenz für Kreativität – hat zahlreiche Verbesserungen und Updates in der Creative Cloud präsentiert. Die Künstliche Intelligenz sticht dabei in den Hauptfokus. Wie Künstliche Intelligenz in Zukunft zu einem neuen, effizientem Partner im Design wird, zeigen die neuen Funktionen.

        1. Brainstorming leicht gemacht – Mit Firefly Boards

        Die Sammlung von Ideen und Inspirationen mit einem Moodboard ist der erste wichtige Schritt zu einem großartigen Ergebnis. Firefly Boards verhilft mit Moodboards zu einem wichtigen Fundament: das Generieren von Moodboards allein oder in einer Gruppe wird zu einer Leichtigkeit. Du kannst deine ersten Inhalte hochladen und Firefly Boards generiert dir mit Künstlicher Intelligenz weitere Inhalte dazu – ganz nach deinem Stil und deinem Thema.

        2. Generatives Füllen mit Partnermodellen – in Photoshop

        Photoshop erhält neue Partner für die Nutzung Künstliche Intelligenz – ganz neu dabei sind die Modelle von Adobe Firefly, Gemini 2.5 Flash Image und FLUX.1 Kontext. Damit wird Generatives Füllen jetzt noch leistungsfähiger: Du kannst gezielt bestimmte Bereiche eines Bildes auswählen und Photoshop füllt diese Bereiche automatisch basierend auf den Stilen, Farben und Texturen der gewählten KI-Modelle aus. Das bedeutet, dass Objekte, Hintergründe oder Details nicht nur automatisch ergänzt werden, sondern auch nahtlos zur bestehenden Bildkomposition passen.

        3. Generatives Hochskalieren – in Photoshop

        Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als ein großartiges Bild zu haben, das sich wegen zu niedriger Auflösung kaum verwenden lässt. Mit Generatives Hochskalieren in Adobe Photoshop, jetzt unterstützt durch die KI-Modelle von Topaz Labs, lassen sich kleine, beschnittene oder anderweitig niedrig aufgelöste Bilder realistisch vergrößern und optimieren.

        4. Personen und Objekte nahtlos in neue Szenen einfügen – Harmonisieren in Photoshop

        Mit der neuen „Harmonize-Funktion“ in Photoshop lassen sich Personen, Objekte oder ganze Bildbereiche automatisch in neue Hintergründe einfügen, ohne dass das Ergebnis künstlich wirkt. Die KI passt Licht, Farbe, Kontrast und Tonwerte so an, dass das eingefügte Motiv harmonisch mit der Umgebung verschmilzt. Zusätzlich können Sie die Anpassungen verfeinern, um Lichtstimmung oder Farbgebung gezielt zu verändern. So bleibt die kreative Kontrolle stets bei dir, während die KI die aufwendigen Routineaufgaben übernimmt.

        Adobe MAX 2025: Die neue Harmonize-Funktion
        © Ausschnitt der neuen Funktionen, vorgestellt durch die Adobe MAX Konferenz 2025

        5. Motiv im Video mühelos freistellen – mit der neuen KI-Objektmaske in Premiere Beta

        Früher war das Freistellen von Motiven in Videos mühsam und zeitaufwendig – bei der Adobe MAX 2025 wurde dafür jetzt eine neue „KI-Objektmaske“ vorgestellt. Mit der neuen KI-Objektmaske kannst du nun in wenigen Schritten ein Motiv auswählen, und die KI trennt es automatisch vom Hintergrund – über alle Frames hinweg. So lassen sich Videos effizient bearbeiten und Motive problemlos in andere Szenen integrieren, sei es eine sonnige Landschaft, eine belebte Stadt oder jede andere kreative Umgebung.

        Einen Einblick auf die Adobe MAX 2025 bekommst du hier.

        6. Soundtrack in Sekunden erstellen – mit Adobe Firefly Beta

        Oft fehlt das Budget für eine professionelle Musikuntermalung, doch das ist kein Hindernis mehr. Mit der Funktion „Generate Soundtrack“ kannst du dein Video in Sekundenschnelle mit einer passenden musikalischen Begleitung versehen. Entweder beschreibst du, welche Art von Musik du möchtest, oder lade dein Video hoch, damit die KI passende Vorschläge liefert. Die erzeugte Musik passt in Länge, Stimmung und Dynamik perfekt zum Video und enthält Intro und Outro. Änderungen sind jederzeit möglich, ohne das Original zu verändern. Dank der universellen Lizenz kannst du deine Videos bedenkenlos auf allen Plattformen veröffentlichen!

        7. Mit KI als Partner direkt mit deinen Werkzeugen sprechen – Firefly Creative Production (in Arbeit)

        Die Adobe MAX 2025 bringt die nächste Generation kreativer Unterstützung: KI-Assistenten, die auf deine Wünsche reagieren, Aufgaben automatisch ausführen und Vorschläge liefern, um deine Projekte zu verbessern. In Express kannst du den Assistenten beispielsweise bitten, das Layout einer Anzeige anzupassen und passende Textänderungen vorzuschlagen. In Photoshop hilft er bei Bildbearbeitungen wie dem Aufhellen von Vordergründen oder dem Abdunkeln des Himmels – alle Anpassungen lassen sich nachträglich verändern. So behältst du stets die volle Kontrolle über deine Kreation, während Routineaufgaben automatisch erledigt werden. Für einen frühen Zugang kannst du dich für die Beta anmelden.

        Adobe MAX 2025: Der neue KI-Assistent
        © Ausschnitt der neuen Funktionen, vorgestellt durch die Adobe MAX Konferenz 2025

        8. Unterstütztes Aussortieren – in Lightroom Beta

        Digitalfotografie erlaubt es, viele Fotos zu schießen – doch die Suche nach den besten Aufnahmen ist oft zeitaufwendig. „Assisted Culling“ in Lightroom (Beta) analysiert deine Bilder nach Kriterien wie Schärfe, Blickrichtung oder offenen Augen und schlägt automatisch die besten Aufnahmen vor. Gleichzeitig behältst du die volle Kontrolle: Du kannst nachvollziehen, warum ein Bild nicht ausgewählt wurde, und es bei Bedarf wieder in deine Favoriten aufnehmen. So sparst du Zeit und konzentrieren sich auf das Wesentliche: großartige Fotos.

        9. Make your own model – in Firefly Custom Models (in Arbeit)

        Jeder Designer hat seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Mit Firefly Custom Models kannst du jetzt ein KI-Modell erstellen, das genau auf deine kreativen Vorlieben zugeschnitten ist. Lade dir einfach eine kleine Auswahl eigen erstellter Bilder hoch und Firefly erstellt ein exklusives Modell für dich. Dieses Modell erzeugt Inhalte in deinem Stil, sodass du weniger nachbearbeiten musst und deine kreative Arbeit effizienter wird. Interessierte können sich schon jetzt auf die Warteliste setzen, um die Funktion zu testen.

        Was es zusätzlich für eine neue Funktion für Social Media Beiträge auf Instagram gibt, findest du hier.

        Alina

        November 5, 2025
        Wissenwertes
      7. Branding und Marketing ist nicht dasselbe

        Branding und Marketing ist nicht dasselbe

        Oft werden die beiden Begriffe verwechselt, doch sie erfüllen sehr unterschiedliche Aufgaben. Branding ist die Seele einer Marke, Marketing ihre Stimme. Ohne Seele wirkt die Stimme leer. Ohne Stimme bleibt die Seele unsichtbar.

        Was Branding wirklich bedeutet

        Branding als Buch dargestellt

        Branding ist Identität. Es ist die Summe aus Werten, Haltung und der klaren Botschaft: Wer sind wir und warum gibt es uns? Es geht nicht um ein hübsches Logo oder eine Farbwelt allein, sondern um das, was Menschen mit einer Marke verbinden.

        Ein Logo oder ein Design-Element kann ein Teil des Brandings sein – aber es ist niemals das Ganze. Ein starkes Branding macht sichtbar, wofür eine Marke steht, wie sie sich verhält und welche Gefühle sie auslöst. Das Logo ist dabei nur wie eine Tür, durch die Kund*innen in die Markenwelt eintreten. Entscheidend ist, was dahinter wartet: Werte, Glaubwürdigkeit und ein konsistentes Erlebnis an jedem Kontaktpunkt.

        Wir bei Hasegold sagen gerne: Branding ist das Herz einer Marke. Es sorgt dafür, dass Kund*innen nicht nur ein Produkt kaufen, sondern ein Gefühl. Dieses Gefühl ist oft schwer zu erklären – man spürt einfach, dass es „echt“ ist.

        Historisch gesehen ist Branding übrigens kein modernes Marketingwort. Schon im Mittelalter markierten Handwerksgilden ihre Produkte mit Symbolen. Heute ist Branding viel komplexer, aber die Idee ist dieselbe: Wiedererkennung und Vertrauen schaffen.

        Marketing – die Stimme nach außen

        Marketing dagegen ist sichtbar und laut. Es transportiert Botschaften über verschiedene Kanäle: Social Media, Werbung, Events oder klassische PR. Marketing ist die Stimme, die nach außen trägt, was im Inneren definiert wurde.


        Ohne klares Branding klingt Marketing schnell austauschbar.

        Es ist wie ein Mensch, der ununterbrochen redet, aber nichts zu sagen hat – irgendwann hört niemand mehr zu. Und ohne Marketing bleibt Branding stumm, wie eine Persönlichkeit, die viel zu geben hätte, aber nie den Mund aufmacht.


        Das lässt sich auch in aktuellen Zahlen sehen: Laut einer HubSpot-Studie sind Marken, die klare Werte kommunizieren, doppelt so erfolgreich in der Kundenbindung.

        Der Unterschied zwischen Branding und Marketing

        Hier liegt der Kern: Branding und Marketing ist nicht dasselbe. Branding definiert, wer eine Marke ist. Marketing zeigt, wie sie mit der Welt spricht.

        • Branding ist langfristig, strategisch und unsichtbar.
        • Marketing ist kurzfristig, flexibel und messbar.

        Das eine ohne das andere wirkt unvollständig. Es ist wie eine Persönlichkeit ohne Ausdruck oder ein Gespräch ohne Inhalt.

        Warum beide Disziplinen zusammengehören

        Ein Beispiel: Ein Start-up aus Osnabrück möchte nachhaltige Lebensmittel verkaufen.

        • Im Branding legt es fest, dass Transparenz, Regionalität und Fairness die Kernwerte sind.
        • Im Marketing werden diese Werte sichtbar: durch Storytelling auf Social Media, durch Kampagnen mit Landwirt*innen aus der Region und durch Events vor Ort.

        Nur so entsteht Glaubwürdigkeit. Menschen spüren: Hier steckt eine echte Haltung dahinter. Studien wie die von Forbes zeigen, dass Konsument*innen heute Marken bevorzugen, die klar Position beziehen.

        Warum Branding heute wichtiger ist denn je

        In einer Welt, in der Produkte und Dienstleistungen immer austauschbarer werden, ist Branding der entscheidende Faktor. Kund*innen wollen nicht nur wissen, was sie kaufen, sondern auch, warum es diese Marke gibt. Emotionen, Werte und Authentizität spielen eine größere Rolle als je zuvor.

        Marketing kann Aufmerksamkeit schaffen, aber nur starkes Branding sorgt dafür, dass diese Aufmerksamkeit bleibt. Marken, die ihre Seele klar definieren, schaffen eine Bindung, die über einzelne Kampagnen hinausgeht.

        Branding und Marketing ist nicht dasselbe

        Branding ist die Seele, Marketing die Stimme. Das eine gibt Richtung, das andere Reichweite. Wer langfristig erfolgreich sein will, braucht beides. Ohne Branding bleibt Marketing bedeutungslos. Ohne Marketing bleibt Branding unsichtbar. Erst im Zusammenspiel entstehen Marken, die berühren, begeistern und im Gedächtnis bleiben.

        -> Wir bei Hasegold helfen euch dabei, eine Marke mit Seele und Stimme zu entwickeln – von der Markenstrategie bis zur Marketingkampagne. Kontaktieren Sie uns gerne.

        Mathis

        Oktober 3, 2025
        Wissenwertes
      8. Logo erstellen ist einfach – oder doch nicht?

        Logo erstellen ist einfach – oder doch nicht?
        Mythos Logo erstellen ist sehr einfach

        Ein Logo erstellen erscheint auf den ersten Blick simpel: ein paar Linien, eine Farbe, vielleicht ein Symbol – und schon ist das Logo fertig. Doch so einfach ist es nicht. Hinter einem wirklich guten Logo steckt immer Strategie, Recherche und kreatives Handwerk. Es ist das visuelle Herzstück einer Marke und transportiert Identität, Werte und Emotionen.

        Der Weg von der ersten Idee bis zum finalen Design ist ein intensiver Prozess voller Schleifen, Anpassungen und Entscheidungen. Strategie und Gestaltung müssen dabei Hand in Hand gehen – sonst bleibt das Ergebnis beliebig und wirkungslos.

        Logo erstellen beginnt mit der Markenidentität

        Bevor auch nur ein Strich gezeichnet wird, steht die Frage im Raum nach der Markenidentität und der Zielgruppe. Wer ist die Zielgruppe? Welche Bedürfnisse hat diese Zielgruppe? Wer ist die Marke? Wofür steht sie? Welche Werte und Emotionen sollen transportiert werden? Es treten diverse Fragen auf, die beantwortet werden müssen. Folglich müssen Designer*innen in die Branche der Marke eintauchen sowie Mitbewerber und Trends analysieren. Auf dieser Grundlage erfolgt dann die handwerkliche Designarbeit.

        Logo Varianten

        1. Bildmarken: Emblem, Maskottchen, Abstrakte Formen
        2. Wortmarke: Monogramm, Buchstabenkombination, Markenname
        3. Kombination aus Bild- und Wortmarke

        Von der Skizze zum Logo Design

        Wenn die strategische Grundlage steht, können verschiedene Skizzen und Ideen durchgespielt werden. In dieser Phase geht es explorativ zu. So entstehen wirklich neue und originelle Ansätze, die zusätzlich zur Markenidentität passen. Der Prozess ist iterativ – immer wieder werden neue Ideen generiert, mit anderen kombiniert, verworfen und wieder neu konzipiert. Die vorhergehende Recherche und Konkurrenzanalyse hilft auch, zu vermeiden, dass das Logo zu nah an bestehenden Logos anderer Marken liegt. Weitere Infos zum Brand Research hier. Ein übergeordnetes Ziel ist nämlich, sich von der bestehenden Masse an Marken abzuheben. So kann ein Wiedererkennungswert entstehen.

        Die besten Entwürfe werden danach weiter verfeinert und Details angepasst. Eine vorläufige Auswahl an Farben und – im Fall einer Wortmarke – Typografie wird getroffen.

        Die finalen Entwürfe werden präsentiert, diskutiert, verworfen und überarbeitet – oft in mehreren Runden. Schritt für Schritt entsteht so ein Design, das nicht nur ästhetisch, sondern auch funktional und markengerecht ist. Für die Präsentation der Entwürfe kann es hilfreich sein, Mockups aufzubauen.

        Logoflexibilität – Varianten des finalen Logos erstellen

        Am Ende geht es nicht nur um ein einziges Logo, sondern um ein flexibles Logo-System. Wenn man kurz darüber nachdenkt, wird deutlich, dass das Logo auf verschiedensten Medien Platz findet. Deswegen arbeitet man mit verschiedenen Varianten des Logos.
        Angenommen, das Hauptlogo besteht aus einer Kombination aus einer bunten Wort- und Bildmarke, dann könnten verschiedene Varianten so aussehen:

        • Variante 1: Logo besteht nur aus der Bildmarke
        • Variante 2: Logo in Schwarz
        • Variante 3: Logo in Weiß
        • Variante 4: animiertes Logo

        Diese Beispiele lassen sich aber nicht pauschalisieren. Es hängt immer vom Einzelfall und dem Corporate Design ab, wie das Logo variiert werden muss. Man darf nicht vergessen, dass diese Variationen einem Zweck dienen und nicht einfach nur so stattfinden.

        Ein Aufwand, der sich lohnt

        Ein gutes Logo ist kein „Nice-to-have“, sondern die absolute Grundlage jeder Markenwahrnehmung. Es sagt viel über die Marke aus und ist eines von vielen Verbindungsstücken zwischen Marke und Zielgruppe.
        Vermeintlich wirkt es so, als würde ein schnell zusammengeklicktes Logo kurzfristig Zeit und Geld sparen – langfristig kostet es jedoch Vertrauen, Wiedererkennbarkeit und Professionalität. Vor allem Logos, die durch KI erstellt sind Unzureichend in dieser Hinsicht.

        Ein sorgfältig entwickeltes Logo dagegen baut Vertrauen auf, vermittelt Unternehmenswerte und hat einen Wiedererkennungswert sowie einen Identifikationsfaktor.

        Zurecht sagt man: Ein Logo ist klein, aber seine Wirkung ist riesig.

        Der Designprozess ist komplex, iterativ und oft unterschätzt. Doch genau dieser Aufwand macht den Unterschied zwischen einem Zeichen, das man sofort wieder vergisst – und einem, das zur Ikone einer Marke wird.

        -> Wenn Sie ein professionelles Logo erstellen möchten, helfen wir Ihnen dabei ihr Ziel zu erreichen. Kontaktieren Sie uns gerne.

        Jenny Vieira

        September 30, 2025
        Wissenwertes
        Design, Hasegold, Logo Design, Marken
      9. Das neue Instagram-Format 5120×1080: Ultra-Wide Videos im Trend

        Das neue Instagram-Format 5120×1080: Ultra-Wide Videos im Trend

        Instagram-Format ist aktuell ein heißes Thema, denn mit 5120×1080 Pixeln sorgt die Plattform für ein neues, ultraweites Videoerlebnis. Das sogenannte „Ultra-Wide Panoramic Strip“ oder auch „Thinnest Video“ setzt auf extrem breite, horizontale Clips, die sofort ins Auge springen und den Feed disruptiv aufbrechen.

        Instagram überrascht regelmäßig mit neuen Funktionen und kreativen Möglichkeiten für Content Creator. Doch dieses Format hebt sich deutlich ab: Es bringt einen cineastischen Look ins Social-Media-Umfeld, der mehr Aufmerksamkeit verspricht – und gleichzeitig technische Grenzen austestet.

        Das neue Instagram-Format wurde eingeführt!

        Was ist das neue Instagram-Format 5120×1080?

        Das „Ultra-Wide“-Format ist eine Art Panorama-Video, das aus einem regulären Querformat-Clip entsteht. Dabei werden die oberen und unteren Bildbereiche entfernt, sodass nur ein sehr schmaler, horizontaler Streifen übrig bleibt. Dieses ungewöhnliche Seitenverhältnis erzeugt eine cineastische, dramatische Wirkung.

        Inhalte wie Landschaftsaufnahmen, Stadtszenen oder sogar alltägliche Clips gewinnen durch die breite Präsentation einen filmreifen Look. Genau das macht das neue Format so auffällig: Es bricht mit den gewohnten Sehgewohnheiten von Social Media und sorgt für mehr Aufmerksamkeit.

        Laut Sparklin setzt sich der „Thinnest Video“-Trend durch Reels mit 5120×1080 zunehmend durch – nicht nur, weil er einen cineastischen Touch verleiht, sondern weil er durch seine ungewöhnliche Form sofort auffällt und das Scrolldenken auf Instagram unterbricht.

        Warum setzt Instagram auf neue Formate wie Ultra-Wide?

        Die Einführung solcher Formate hängt mit mehreren Faktoren zusammen:

        • Kreative Freiheit: Creator können neue Perspektiven nutzen.
        • Technologische Entwicklung: Immer mehr Smartphones und Displays unterstützen hohe Auflösungen.
        • Trends im Videobereich: Ultra-Wide gilt in der Filmwelt als besonders eindrucksvoll.

        Obwohl Instagram offiziell keine eigenen Bearbeitungstools für dieses Format anbietet, wird es bereits als Reel-Format hochgeladen und ist im Feed sichtbar.

        So erstellst du Videos im Instagram-Format 5120×1080

        Um dieses ultraweite Format umzusetzen, brauchst du eine externe Bearbeitungssoftware. Die gängigsten Tools sind:

        • InShot
        • Adobe Premiere Pro
        • CapCut
        • VN
        • Canva

        In diesen Programmen lässt sich das Projektformat manuell auf 5120×1080 px einstellen. Anschließend wird das Video so zugeschnitten, dass es die gewünschte Panorama-Wirkung entfaltet. Wichtig ist, dass das Ausgangsmaterial in hoher Auflösung vorliegt, idealerweise im Querformat.

        Tipps für die Aufnahme

        • Weitwinkel nutzen: Damit genug Bildfläche zum Zuschneiden vorhanden ist.
        • Ruhige Kamerabewegungen: Schnelle Schwenks wirken in dem schmalen Streifen unruhig.
        • Fokus auf Symmetrie: Zentrierte Motive wirken im Ultra-Wide besonders stark.
        • Testen auf verschiedenen Geräten: Um sicherzustellen, dass das Video auch auf kleineren Screens funktioniert.

        Einschränkungen beim neuen Instagram-Format

        Ein 5120×1080 Video widerspricht klassischen Best Practices für Instagram, die normalerweise auf vertikale Formate setzen. Die ultraweiten Clips wirken auf Smartphones oft kleiner und verlieren an Detailtiefe. Außerdem ist die Bearbeitung aufwändiger, da Instagram diese Größe nicht nativ unterstützt.

        Trotzdem gilt: Gerade weil das neue Instagram-Format untypisch ist, zieht es Aufmerksamkeit auf sich.

        Beispiele aus der Praxis

        Der Trend vom September 2025 wurde bereits von großen Accounts wie Kerala Tourism und dem Indian National Congress genutzt. Beide setzen das Ultra-Wide-Format ein, um beeindruckende Landschaften und politische Botschaften hervorzuheben. Das Ergebnis: Videos, die sich deutlich vom klassischen Feed abheben und dadurch mehr Engagement generieren.

        Chancen für Marken und Creator

        Für Unternehmen und Content Creator eröffnet das neue Instagram-Format spannende Möglichkeiten:

        • Storytelling neu denken: Große Produkt-Launches oder Events lassen sich filmreif inszenieren.
        • Aufmerksamkeit im Feed sichern: Das ungewöhnliche Seitenverhältnis sticht sofort heraus.
        • Markendifferenzierung: Wer früh Trends aufgreift, wirkt innovativ und modern.

        Aber: Der Einsatz sollte gut überlegt sein. Für jeden Post eignet sich das Format nicht. Besonders wirksam ist es für emotionale Inhalte, die von der cineastischen Wirkung profitieren.

        „The Instagram trend of wide videos is a cinematic editing style that uses an ultra-wide resolution like 5120×1080, which crops the top and bottom to create a thin-strip-like, letterbox-style video.“ – YourSocial.Team

        Was ist also an dem Hype dran?

        Das neue Instagram-Format 5120×1080 ist mehr als nur ein visueller Gag. Es ist ein Experiment, das zeigt, wie Social Media von filmischen Trends inspiriert wird. Ob es sich langfristig etabliert, bleibt offen. Klar ist jedoch: Wer heute mutig ist und neue Formate testet, hat die Chance, mehr Sichtbarkeit und Reichweite zu gewinnen.

        Gerade in einem überfüllten Feed kann ein ungewöhnliches Format den entscheidenden Unterschied machen – sei es für Markenkommunikation, Tourismus, Kultur oder Lifestyle-Content.

        Kurz gesagt: Das Ultra-Wide-Video ist ein visuell auffälliges, innovatives Instagram-Format, das Content Creator aktuell nutzen sollten, um sich von der Masse abzuheben – auch wenn es mit technischen Einschränkungen verbunden ist.

        -> Sie möchten Social Media gezielt für Ihr Unternehmen einsetzen? Wir unterstützen Sie dabei, erfolgreiche Strategien zu entwickeln und Kampagnen umzusetzen, die Ihre Zielgruppe erreichen und Ergebnisse liefern. Kontaktieren Sie uns gerne.

        Jenny Vieira

        September 26, 2025
        Wissenwertes
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